Mit dem Behringer SC16-I stellt Behringer ein neues analoges Eingangsinterface für sein StageConnect-System vor. Die Box stellt insgesamt 16 Combo-Buchsen im XLR/TRS-Format bereit und bringt damit analoge Quellen direkt auf den digitalen StageConnect-Bus. Allerdings unterscheiden sich die ersten acht Kanäle technisch von den Eingängen 9 bis 16: Die Kanäle 1 bis 8 verfügen über TRIAD-Mikrofonvorverstärker, während die übrigen acht Anschlüsse als Line-Eingänge ausgelegt sind.
Damit bietet sich das SC16-I beispielsweise für Sideracks, Live-Recording-Systeme, Instrumenten-Racks oder zusätzliche Eingangskanäle innerhalb eines größeren StageConnect-Setups an.
Kurzinfo auf einen Blick
Das Behringer SC16-I bringt 16 analoge Eingänge ins StageConnect-System: acht davon mit TRIAD-Mikrofonvorverstärkern und 48-V-Phantomspeisung, acht weitere für Line-Signale. Fernsteuerbare Preamps, Ultranet, MIDI und die Übertragung von bis zu 32 Audiokanälen über eine XLR-Verbindung machen es besonders für Live-, PA- und Siderack-Setups interessant.
Acht TRIAD-Preamps plus acht Line-Eingänge
Die ersten acht Combo-Eingänge des Behringer SC16-I verarbeiten Mikrofon- und Line-Signale über integrierte TRIAD-Mikrofonvorverstärker. Für jeden dieser acht Kanäle steht einzeln schaltbare 48-Volt-Phantomspeisung zur Verfügung. Behringer nennt außerdem analoge Gain-Schritte von 0,5 dB, wodurch sich die Eingangsverstärkung vergleichsweise fein einstellen lässt.
Die Eingänge 9 bis 16 besitzen ebenfalls Combo-Buchsen für XLR beziehungsweise TRS, sind jedoch für Line-Pegel vorgesehen. Damit lassen sich beispielsweise Keyboards, Zuspieler, Funkempfänger oder andere Line-Quellen direkt einbinden. Insgesamt können 16 analoge Eingangssignale über eine einzige StageConnect-Verbindung in das digitale System geführt werden.
Gain und Preamp-Einstellungen fernsteuern
Für Live-Anwendungen besonders praktisch ist die Fernsteuerung der Vorverstärker. Gain und weitere Preamp-Parameter lassen sich laut Behringer von einem StageConnect-kompatiblen Mischpult aus einstellen. Zusätzlich ist die Konfiguration über eine Desktop-Anwendung und USB möglich.
Dadurch muss der Techniker während des Soundchecks nicht ständig zwischen FOH und Siderack wechseln. Gerade bei fest verkabelten Racks oder weiter entfernt positionierten Eingangsboxen kann das den Workflow deutlich vereinfachen.
StageConnect überträgt Audio über ein XLR-Kabel
StageConnect ist auf eine möglichst unkomplizierte Verkabelung ausgelegt. Das System transportiert bis zu 32 Audiokanäle mit 24 Bit bei 44,1 oder 48 kHz über eine einzelne dreipolige XLR-Verbindung. Behringer gibt eine Latenz von weniger als einer Millisekunde für das StageConnect-System an.
Für kurze Distanzen können normale XLR-Mikrofonkabel verwendet werden. Für längere Leitungswege empfiehlt sich ein symmetrisches 110-Ohm-DMX-Kabel. Damit sind laut Behringer bis zu 40 Meter möglich; der optionale SC-RE Range Extender kann die maximale Strecke auf 80 Meter erhöhen.
Weniger Kabel im Siderack
Der praktische Nutzen liegt vor allem in der Bündelung zahlreicher Signale. Statt 16 einzelne analoge Leitungen zum Mischsystem zu führen, können die Signale am SC16-I eingesammelt und anschließend digital über StageConnect weitergegeben werden.
Da StageConnect neben Audio auch Clock, Steuerinformationen, MIDI und Strom übertragen kann, lässt sich die Verkabelung komplexerer Live-Racks zusätzlich vereinfachen.
Ultranet für Personal Monitoring
Das SC16-I unterstützt außerdem Ultranet. Laut Behringer können die analogen Eingangssignale damit auch für Ultranet-basierte Monitoring-Systeme bereitgestellt werden. Die offizielle Dokumentation nennt hierzu insbesondere die Versorgung von P16-Monitoring-Systemen über Ultranet.
Damit kann die Box gleichzeitig als analoges Frontend einer StageConnect-Installation und als Schnittstelle für bestehende Personal-Monitoring-Strukturen dienen.
MIDI fährt ebenfalls über das System
Auch MIDI wurde integriert. Das SC16-I kann eingehende MIDI-Befehle an andere kompatible StageConnect-Geräte weiterreichen. Behringer nennt beispielsweise die Möglichkeit, den Audioausgang eines Stagepianos gemeinsam mit dessen MIDI-Daten in ein entsprechendes Setup einzubinden.
Für welche PA-Setups eignet sich das SC16-I?
Das SC16-I ist vor allem dann interessant, wenn innerhalb eines StageConnect-Systems zusätzliche analoge Eingänge benötigt werden. Die Kombination aus acht Mikrofon-Preamps und acht Line-Eingängen eignet sich beispielsweise für kleinere Bühnenracks, Keyboard- und Playback-Racks, Funkstrecken oder als zusätzliches Eingangsmodul bei Live-Produktionen.
Wer hingegen tatsächlich 16 zusätzliche Mikrofonvorverstärker benötigt, sollte beachten, dass nur die ersten acht Kanäle des SC16-I mit TRIAD-Preamps ausgestattet sind. Die Eingänge 9 bis 16 sind reine Line-Eingänge.
Fazit: Flexibles analoges Frontend für StageConnect
Das Behringer SC16-I erweitert StageConnect um 16 analoge Eingänge und richtet sich damit klar an Live-, PA– und Recording-Anwendungen. Acht TRIAD-Mikrofonvorverstärker mit Phantomspeisung, weitere acht Line-Eingänge, Fernsteuerung, Ultranet und MIDI sorgen für eine vielseitige Ausstattung. Besonders interessant ist die Box für Anwender, die mehrere analoge Quellen in einem Siderack bündeln und mit möglichst wenig Verkabelung zum digitalen Mischsystem transportieren möchten.
Herstellerlink: SC16-I | Behringer
FAQ zum Behringer SC16-I
Hat das Behringer SC16-I 16 Mikrofonvorverstärker?
Nein. Die Eingänge 1 bis 8 besitzen TRIAD-Mikrofonvorverstärker und können Mikrofon- oder Line-Signale verarbeiten. Die Eingänge 9 bis 16 sind für Line-Signale vorgesehen.
Unterstützt das SC16-I Phantomspeisung?
Ja. Für die acht TRIAD-Mikrofonvorverstärker der Kanäle 1 bis 8 steht individuell schaltbare 48-Volt-Phantomspeisung zur Verfügung.
Kann man den Gain aus der Ferne einstellen?
Ja. Gain und weitere Einstellungen der Mikrofonvorverstärker können über ein kompatibles StageConnect-Mischsystem beziehungsweise über die USB-basierte Desktop-Steuerung verändert werden.


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