Mit der Eurolive B615D bietet Behringer einen aktiven 2-Wege-PA-Lautsprecher an, der klassische PA-Technik mit einer vergleichsweise überschaubaren Bedienoberfläche verbindet. Im Behringer B615D Test steht deshalb weniger eine lange Feature-Liste im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Frage, wie sinnvoll das Konzept heute noch für Bands, DJs, Musiker und kleinere Veranstaltungen ist.
Auf dem Papier hat die Box einiges zu bieten. Ein 15-Zoll-Tieftöner arbeitet mit einem 1,75-Zoll-Kompressionstreiber zusammen, während die integrierte Verstärkerelektronik maximal 1.500 Watt bereitstellt. Hinzu kommen ein maximaler Schalldruckpegel von 126 dB SPL, ein einfacher 2-Band-EQ, ein XLR-Link-Ausgang und die Möglichkeit, die B615D sowohl auf einem Stativ als auch als Bodenmonitor einzusetzen.
Behringer selbst bezeichnet die B615D entsprechend als aktives 2-Wege-PA-System mit 1.500 Watt, 15-Zoll-Woofer und 1,75-Zoll-Titan-Kompressionstreiber.
Behringer B615D Test: Konzept und Ausstattung
Die B615D folgt einem bewährten Prinzip: Verstärker, Frequenzweiche, Schutzschaltungen und Lautsprecher sitzen gemeinsam in einem Gehäuse. Eine separate Endstufe ist folglich nicht erforderlich. Gerade für kleinere PA-Setups finde ich diesen Ansatz nach wie vor attraktiv, weil Aufbau und Verkabelung dadurch deutlich unkomplizierter werden.
Die Bestückung besteht aus einem 15-Zoll-Tieftöner und einem 1,75-Zoll-Hochton-Kompressionstreiber. Die aktive Frequenztrennung erfolgt bei 1,8 kHz. Laut offizieller Dokumentation reicht der Frequenzgang von 50 Hz bis 18 kHz, während ein maximaler Schalldruckpegel von 126 dB SPL in einem Meter Entfernung angegeben wird.
Damit positioniert sich die Behringer B615D ganz eindeutig als Fullrange-Lautsprecher und nicht als besonders kompakte Sprachbox. Insbesondere der 15-Zoll-Woofer deutet auf einen Einsatz hin, bei dem neben Sprachverständlichkeit auch Kickdrum, elektronische Musik und allgemein ein ordentliches Bassfundament gefragt sind.
Class-D-Endstufen und Bi-Amping
Die beiden Frequenzbereiche werden getrennt verstärkt. Das offizielle Quick Start Guide nennt maximal 1.200 Watt für den Tieftonzweig und 300 Watt für den Hochtonbereich. Wichtig ist dabei allerdings der Begriff maximale Ausgangsleistung. Die 1.500-Watt-Angabe sollte deshalb nicht mit einer dauerhaft verfügbaren RMS- oder AES-Leistung gleichgesetzt werden.
Grundsätzlich gefällt mir das Bi-Amping-Konzept. Da Tiefton- und Hochtonzweig separat angesteuert werden, kann die aktive Frequenzweiche vor den Endstufen arbeiten. Genau das ist bei aktiven PA-Systemen ein wesentlicher Vorteil gegenüber klassischen passiven Lösungen.
Die Shopbeschreibung verweist zusätzlich auf Class-D-Endstufen. Deren hoher Wirkungsgrad hilft dabei, Abwärme sowie Größe und Gewicht der Verstärkereinheit zu reduzieren.
Verarbeitung und Gehäuse der Behringer B615D
Die B615D steckt in einem schwarzen Kunststoffgehäuse. Das klingt zunächst weniger prestigeträchtig als eine massive Multiplex-Konstruktion, hat für mobile Anwendungen jedoch einen wichtigen Vorteil: Kunststoff ist robust, pflegeleicht und ermöglicht komplexe Gehäuseformen ohne übermäßig hohe Produktionskosten.
Allerdings würde ich die Bezeichnung „Leichtgewicht“ relativieren. Mit 26,2 Kilogramm ist die Behringer B615D zwar angesichts eines integrierten Verstärkers und 15-Zoll-Woofers noch transportabel, aber ganz sicher keine Box, die ich gern regelmäßig allein auf ein hohes Lautsprecherstativ heben möchte. Die Abmessungen liegen bei 732 × 470 × 424 mm.
Sehr sinnvoll finde ich dagegen das Multifunktionsgehäuse. Die Konstruktion erlaubt sowohl die klassische aufrechte Position als PA-Topteil als auch den liegenden Einsatz als Bühnenmonitor. Das Handbuch zeigt diese beiden Aufstellvarianten ausdrücklich.
Zusätzlich verfügt die Box laut Händlerangaben über einen 35-mm-Stativflansch. Damit kann sie ohne besondere Adapter auf den üblichen PA-Lautsprecherstativen oder auf Distanzstangen über einem Subwoofer betrieben werden.
Behringer B615D Test – Anschlüsse und Bedienung
Bei der Rückseite verfolgt Behringer erfreulicherweise einen sehr direkten Ansatz. Es gibt keinen Touchscreen, keine App, kein Bluetooth-Menü und auch keinen umfangreichen DSP-Editor. Stattdessen stehen die Funktionen zur Verfügung, die man bei einem klassischen aktiven PA-Lautsprecher tatsächlich benötigt.

Ein servosymmetrischer XLR-Eingang akzeptiert sowohl ein Mikrofonsignal als auch einen symmetrischen Mischpultausgang. Parallel dazu steht ein symmetrischer 6,35-mm-TRS-Eingang für Line-Signale zur Verfügung. Die Eingangsempfindlichkeit reicht laut Dokumentation von -40 bis +4 dBu, die Eingangsimpedanz beträgt 20 kOhm.
Achtung: XLR und Klinke sind keine zwei unabhängigen Kanäle
Hier gibt es einen wichtigen Punkt, den ich in der Praxis unbedingt berücksichtigen würde: XLR- und 6,3-mm-Eingang dürfen laut Behringer nicht gleichzeitig verwendet werden. Die beiden Buchsen sind also nicht als kleiner 2-Kanal-Mixer zu verstehen.
Das ist insbesondere deshalb relevant, weil eine oberflächliche Betrachtung der Rückseite den Eindruck erwecken könnte, man könne beispielsweise gleichzeitig ein Mikrofon und einen Zuspieler anschließen. Genau dafür benötigt man jedoch ein externes Mischpult beziehungsweise eine geeignete vorgeschaltete Lösung.
XLR-Link für mehrere Lautsprecher
Sehr praktisch finde ich dagegen den XLR-Link-Ausgang. Er gibt eine Kopie des Eingangssignals aus und ermöglicht dadurch das Durchschleifen zu einer weiteren Aktivbox. Die Anschlussgrafik des Handbuchs zeigt beispielsweise eine Signalkette mit mehreren miteinander verbundenen Lautsprechern.
Gerade für einfache Beschallungsaufgaben ist das hilfreich. Ein Ausgang des Mischpults kann so mehrere Aktivlautsprecher versorgen, ohne dass zwingend zusätzliche Splitter erforderlich sind.
Gain, Clip-LED und Pegelkontrolle
Der Level-Regler bestimmt die Eingangsempfindlichkeit beziehungsweise den Gain des XLR- und Klinkeneingangs. Die Eingangstrimmung reicht laut Datenblatt bis +50 dB, der maximal zulässige Eingangspegel liegt bei +22 dBu.
Die danebenliegende Clip-LED finde ich besonders wichtig. Sie zeigt an, wenn der Eingang beginnt zu übersteuern. Behringer empfiehlt ausdrücklich, den Level-Regler wieder zurückzunehmen, sobald die Clip-Anzeige aufleuchtet beziehungsweise blinkt.
Genau so würde ich die B615D auch einpegeln: Zunächst ein sauberes, ausreichend kräftiges Signal aus dem Mischpult liefern und anschließend den Level-Regler an der Aktivbox einstellen. Dauerhaftes Leuchten der Clip-Anzeige ist dagegen kein Indikator für „maximale Leistung“, sondern ein Warnzeichen.
2-Band-EQ für schnelle Korrekturen
Eine Besonderheit der eher klassischen Bedienphilosophie ist der direkt zugängliche 2-Band-Equalizer. Bei 80 Hz sowie 12 kHz stehen jeweils ±15 dB Regelbereich zur Verfügung. Zusätzlich nennt das Handbuch einen prozessorgesteuerten dynamischen Equalizer.
Mir gefällt diese einfache Lösung vor allem deshalb, weil sie unmittelbar funktioniert. Klingt die Aufstellung in einer Raumecke zu basslastig, lässt sich der Low-Regler zurücknehmen. Fehlt bei Sprache oder Gesang etwas Brillanz, kann der High-Regler moderat angehoben werden.
Allerdings ersetzt dieser EQ keinesfalls einen vollwertigen System-DSP oder den parametrischen Equalizer eines Digitalpults. ±15 dB sind zudem ein enormer Regelbereich. Ich würde deshalb mit kleinen Korrekturen arbeiten, anstatt beide Regler stark aufzudrehen.
Behringer B615D Test – Limiter und dynamischer Equalizer
Zum Schutz des Systems verfügt die B615D über einen optischen Limiter. Ergänzend arbeitet ein prozessorgesteuerter dynamischer Equalizer im Signalweg.
Für mich ist das bei einer Aktivbox dieser Leistungsklasse ein wichtiges Ausstattungsmerkmal. Gerade im mobilen Betrieb lässt es sich kaum vermeiden, dass kurzzeitig hohe Pegelspitzen auftreten. Eine integrierte Schutzschaltung bietet hier zusätzliche Betriebssicherheit.
Trotzdem sollte man einen Limiter niemals als Einladung verstehen, die Box dauerhaft am Anschlag zu fahren. Auch Behringer weist darauf hin, den Eingangspegel zu reduzieren, sobald die Clip-Anzeige aktiv wird.
Klangliche Einordnung der Behringer B615D
Ohne eigenen Hör- und Messdurchgang möchte ich an dieser Stelle keine erfundenen Aussagen über vermeintlich gehörte Feinheiten machen. Aus Bestückung, Frequenzgang und Einsatzkonzept lässt sich die klangliche Ausrichtung allerdings recht gut einordnen.
Der Frequenzbereich beginnt laut Hersteller bei 50 Hz. Damit reicht die B615D deutlich tiefer als viele kompaktere 10- oder 12-Zoll-Topteile, ersetzt jedoch keinen echten PA-Subwoofer. Besonders bei elektronischer Tanzmusik, moderner Popmusik oder einer kompletten Liveband würde ich für hohen Pegel und echten Tiefbass weiterhin einen Subwoofer einplanen.
Für Gesang, Sprache, Keyboards, akustische Instrumente oder kleinere Veranstaltungen kann das 15-Zoll-Konzept dagegen auch ohne Subwoofer interessant sein. Die große Membranfläche sollte ausreichend Fundament bieten, während der 1,75-Zoll-Kompressionstreiber den Bereich oberhalb der 1,8-kHz-Trennfrequenz übernimmt.
126 dB SPL bieten ordentliche Reserven
Der angegebene maximale Schalldruck von 126 dB SPL bei einem Meter zeigt, dass die B615D deutlich über typische Multimedia- oder kleinere Präsentationslautsprecher hinausgeht.
Ich würde sie deshalb grundsätzlich für kleine bis mittelgroße Veranstaltungen, Proberäume, Sprachbeschallung, kleinere Live-Auftritte oder DJ-Anwendungen einordnen. Wie viele Personen damit tatsächlich beschallt werden können, lässt sich allerdings nicht seriös allein aus der 126-dB-Angabe ableiten. Raumgröße, Publikum, Musikstil, gewünschter Pegel und die Anzahl der Lautsprecher spielen dabei eine mindestens ebenso große Rolle.
B615D als Fullrange-PA
Als eigenständige Fullrange-Box ist die B615D vor allem dann interessant, wenn kein maximaler Tiefbass erforderlich ist. Eine Akustikband, ein Singer-Songwriter oder ein Alleinunterhalter kann damit ein sehr einfaches System zusammenstellen: Mischpult anschließen, Boxen auf Stativen platzieren, Pegel einstellen und gegebenenfalls den 2-Band-EQ anpassen.
Das Handbuch zeigt sogar den direkten Anschluss eines Mikrofons. Für sehr kleine Anwendungen kann die Box deshalb theoretisch ganz ohne Mischpult betrieben werden.
Sobald allerdings mehrere Signalquellen zusammengeführt werden sollen, würde ich immer ein Mischpult verwenden. Das gilt umso mehr, weil XLR und Klinke nicht gleichzeitig benutzt werden sollen.
Behringer B615D als Monitor
Durch das trapezförmige Multifunktionsgehäuse lässt sich die B615D auch seitlich auf dem Boden positionieren. Behringer nennt diesen Einsatz im Handbuch ausdrücklich als Bühnenmonitor.
Das macht die Box flexibler, allerdings sollte man die Dimensionen nicht unterschätzen. Ein 15-Zoll-Monitor mit 26,2 Kilogramm benötigt deutlich mehr Platz auf einer kleinen Bühne als ein modernes 10- oder 12-Zoll-System.
Für Sänger oder Instrumentalisten, die ein kräftiges Fullrange-Monitoring wünschen, kann das durchaus interessant sein. Wer dagegen hauptsächlich Sprache und Gesang kontrollieren möchte, dürfte mit einer kleineren Monitorbox häufig handlicher unterwegs sein.
Behringer B615D Test – Einsatz mit Subwoofer
Obwohl der Frequenzgang bis 50 Hz reicht, würde ich die B615D bei DJ-Anwendungen oder bassintensiver Live-Musik bevorzugt mit einem Subwoofer kombinieren. Dadurch muss der 15-Zoll-Treiber weniger Tiefbassarbeit übernehmen und kann sich stärker auf den Kick- und Grundtonbereich konzentrieren.
Allerdings besitzt die B615D selbst nach den vorliegenden technischen Angaben keine konfigurierbare DSP-Frequenzweiche oder ein schaltbares Hochpassfilter. Bei einer Kombination mit einem Subwoofer sollte die Frequenzaufteilung deshalb über den Subwoofer, ein Lautsprechermanagement-System oder ein entsprechend ausgestattetes Mischpult erfolgen.
Mobilität: leistungsfähig, aber nicht wirklich leicht
Mit 26,2 Kilogramm gehört die B615D nicht zu den Boxen, die ich als ausgesprochen leicht bezeichnen würde. Gerade bei häufigem Auf- und Abbau macht sich dieser Wert bemerkbar. Hinzu kommt die Bauhöhe von gut 73 Zentimetern.
Für feste Proberäume, Veranstaltungsräume oder gelegentliche Gigs halte ich das Gewicht für vertretbar. Wer dagegen jedes Wochenende mehrere Stockwerke ohne Aufzug bewältigen muss, sollte diesen Punkt nicht unterschätzen.
Andererseits erhält man dafür einen 15-Zoll-Lautsprecher inklusive Verstärkerelektronik. Gegenüber einem klassischen passiven System entfallen außerdem separate Endstufenracks und Lautsprecherkabel zwischen Endstufe und Box.
Technische Daten der Behringer B615D
Die wichtigsten technischen Daten des Behringer B615D Tests auf einen Blick:
- Bauart: aktiver 2-Wege-PA-Lautsprecher
- Tieftöner: 15 Zoll / 387 mm
- Hochtöner: 1,75 Zoll / 44 mm Kompressionstreiber
- Max. Leistung Tiefton: 1.200 Watt
- Max. Leistung Hochton: 300 Watt
- Gesamtangabe: 1.500 Watt maximale Ausgangsleistung
- Frequenzgang: 50 Hz bis 18 kHz
- Trennfrequenz: 1,8 kHz
- Maximaler Schalldruck: 126 dB SPL @ 1 m
- Limiter: optisch
- Signalbearbeitung: prozessorgesteuerter dynamischer EQ
- EQ: Low 80 Hz ±15 dB, High 12 kHz ±15 dB
- Eingänge: servosymmetrisches XLR und 6,35-mm-TRS
- Eingangsimpedanz: 20 kOhm
- Eingangsempfindlichkeit: -40 bis +4 dBu
- Max. Eingangspegel: +22 dBu
- Link-Ausgang: XLR
- Leistungsaufnahme: maximal 600 Watt
- Netzanschluss: IEC
- Abmessungen: 732 × 470 × 424 mm
- Gewicht: 26,2 kg
- Stativaufnahme: 35 mm laut Händlerangaben
- Monitorbetrieb: ja, Multifunktionsgehäuse
Wo liegen die Stärken der Behringer B615D?
Die große Stärke sehe ich in der Kombination aus hoher Ausgangsleistung, 15-Zoll-Bestückung und unkomplizierter Bedienung. Wer eine klassische Aktivbox ohne verschachtelte Menüs sucht, findet sich auf der Rückseite praktisch sofort zurecht.
Auch die Anschlussmöglichkeiten sind sinnvoll gewählt. XLR, symmetrische Klinke und ein XLR-Link-Ausgang decken typische PA-Situationen ab. Zusätzlich erlaubt der Mikrofon-taugliche XLR-Eingang sehr reduzierte Setups.
Positiv bewerte ich außerdem die flexible Gehäuseform. Eine Box, die gleichermaßen als PA-Topteil und Bühnenmonitor eingesetzt werden kann, lässt sich in kleinen Veranstaltungstechnik-Beständen deutlich flexibler nutzen.
Wo hat die Behringer B615D Schwächen?
Die Kehrseite des 15-Zoll-Konzepts ist vor allem die Mobilität. 26,2 Kilogramm sind im Jahr 2026 nicht gerade wenig. Moderne Aktivlautsprecher vergleichbarer Größenklasse können deutlich leichter ausfallen.
Außerdem ist die Ausstattung bewusst klassisch. Bluetooth-Audio, App-Steuerung, Delay, parametrischer EQ, Display, Presets oder umfangreiche DSP-Funktionen sucht man vergeblich. Laut aktueller Shop-Spezifikation besitzt die B615D weder Bluetooth noch WLAN oder Netzwerkanschluss.
Ein weiterer Punkt ist der einzelne Eingangsweg. Zwar stehen XLR und Klinke zur Verfügung, sie dürfen laut Hersteller jedoch nicht gleichzeitig genutzt werden. Wer mehrere Quellen anschließen möchte, benötigt deshalb ein Mischpult.
Behringer B615D Test – Preis-Leistungs-Verhältnis
Zum Zeitpunkt meiner Recherche wird die Behringer B615D im angegebenen Shop für 333 Euro geführt.
In dieser Preisklasse finde ich die Ausstattung grundsätzlich interessant. Man erhält eine komplette aktive 15-Zoll-Fullrange-Box mit Bi-Amping, 1.500 Watt maximaler Ausgangsleistung, 126 dB SPL, Limiter, dynamischer Klangbearbeitung, 2-Band-EQ und Monitorfunktion.
Man muss allerdings wissen, was man kauft. Die B615D ist konzeptionell eher ein klassischer Aktivlautsprecher als eine moderne DSP-PA mit App, Display und verschiedenen Presets. Wer genau diese Einfachheit sucht, bekommt dafür viel Lautsprecher fürs Geld.
Für wen eignet sich die Behringer B615D?
Ich sehe die B615D insbesondere bei Musikern, kleineren Bands, DJs, Vereinen, Proberäumen, Sprachveranstaltungen und mobilen Beschallungen, bei denen ein unkompliziertes Aktivsystem gefragt ist.
Sehr gut passt das Konzept auch zu Anwendern, die zunächst ohne Subwoofer beginnen möchten und deshalb bewusst einen 15-Zoll-Fullrange-Lautsprecher wählen.
Weniger passend finde ich die Box dagegen für Anwender, die möglichst wenig Gewicht transportieren möchten oder eine moderne DSP-Plattform mit Presets, Bluetooth und Fernsteuerung erwarten. Hier wirkt das Konzept der B615D deutlich traditioneller.
Fazit zum Behringer B615D Test
Die Behringer B615D ist eine klassische, leistungsstarke 15-Zoll-Aktivbox, die sich bewusst auf die wesentlichen Aufgaben einer PA konzentriert. Mit 15-Zoll-Woofer, 1,75-Zoll-Kompressionstreiber, maximal 1.500 Watt Ausgangsleistung und bis zu 126 dB SPL bringt sie auf dem Papier genügend Reserven für zahlreiche kleinere bis mittelgroße Beschallungsaufgaben mit.
Mir gefällt vor allem, wie geradlinig das Bedienkonzept ausfällt. Pegel einstellen, bei Bedarf Bässe und Höhen korrigieren und anschließend das Signal per XLR an eine weitere Box durchschleifen – viel komplizierter wird es nicht. Gleichzeitig sorgen Limiter und dynamische Signalbearbeitung für einen gewissen Schutz und eine auf das System abgestimmte Signalverarbeitung.
Allerdings merkt man dem Konzept an, dass die Prioritäten anders gesetzt sind als bei vielen aktuellen Aktivlautsprechern. Einen umfangreichen DSP, Bluetooth, Netzwerkfunktionen oder App-Steuerung gibt es nicht. Darüber hinaus sind 26,2 Kilogramm für eine mobile Aktivbox durchaus stattlich.
Wer jedoch eine robuste, unkomplizierte und kräftige Fullrange-Lösung sucht und bewusst auf digitalen Zusatzkomfort verzichten kann, bekommt mit der B615D ein interessantes Arbeitstier. Besonders für Bands, DJs, Proberäume und kleinere Veranstaltungs-Setups halte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis angesichts der gebotenen Ausstattung für attraktiv.
Herstellerlink: https://www.behringer.com/en/products/0313-AEH

FAQ zur Behringer B615D
Wie viel Leistung hat die Behringer B615D?
Das aktuelle Quick Start Guide nennt maximal 1.200 Watt für den Tieftonbereich und 300 Watt für den Hochtonbereich. Daraus ergeben sich insgesamt 1.500 Watt maximale Ausgangsleistung.
Wie laut ist die Behringer B615D?
Behringer gibt für die B615D einen maximalen Schalldruckpegel von 126 dB SPL bei einem Meter an.
Benötigt die Behringer B615D eine zusätzliche Endstufe?
Nein. Die B615D ist ein aktiver Lautsprecher und besitzt die benötigten Endstufen bereits im Gehäuse.
Kann ich ein Mikrofon direkt an die B615D anschließen?
Ja. Der symmetrische XLR-Eingang kann laut Hersteller auch direkt mit einem Mikrofon verbunden werden.
Kann ich Mikrofon und Line-Signal gleichzeitig anschließen?
Nicht über die beiden Eingänge der B615D. Behringer weist ausdrücklich darauf hin, XLR- und 6,3-mm-Eingang nicht gleichzeitig zu verwenden. Für mehrere Signalquellen ist daher ein Mischpult sinnvoll.
Kann die Behringer B615D als Bühnenmonitor verwendet werden?
Ja. Das Multifunktionsgehäuse kann liegend als Wedge-Monitor auf dem Boden eingesetzt werden. Diese Aufstellung ist auch im offiziellen Handbuch vorgesehen.
Braucht die B615D einen Subwoofer?
Nicht zwingend. Mit einem angegebenen Frequenzgang ab 50 Hz kann sie für Sprache, Gesang und viele kleinere Fullrange-Anwendungen allein eingesetzt werden. Für DJ-Musik, elektronische Musik oder Live-Sound mit kräftigem Tiefbass würde ich jedoch einen Subwoofer ergänzen.
Hat die Behringer B615D Bluetooth?
Nein. In den aktuellen Shop-Spezifikationen werden Bluetooth und WLAN ausdrücklich mit „Nein“ angegeben.
Wie schwer ist die Behringer B615D?
Die B615D wiegt 26,2 Kilogramm und misst 732 × 470 × 424 mm.
Welche EQ-Möglichkeiten bietet die B615D?
Es gibt einen 2-Band-EQ. Der Bassregler arbeitet bei 80 Hz und der Höhenregler bei 12 kHz. Beide besitzen einen Regelbereich von ±15 dB.
Lassen sich mehrere B615D miteinander verbinden?
Ja. Über den XLR-Link-Ausgang kann das Eingangssignal an eine weitere Aktivbox weitergereicht werden. Das offizielle Handbuch zeigt auch die Verkettung mehrerer Lautsprecher.


Unsere neuesten Beiträge
Behringer B615D Test: Leistungsstarke 15-Zoll-Aktivbox für Bühne, DJ und Proberaum
Mit der Eurolive B615D bietet Behringer einen aktiven 2-Wege-PA-Lautsprecher an, der klassische PA-Technik mit einer [...]
> WEITERLESENSennheiser e 901 Evolution Test: Grenzflächenmikrofon für Kickdrum und Bühne
Mit einem Preis von 231 Euro richtet sich das Sennheiser e 901 Evolution klar an [...]
> WEITERLESENSoundcraft Signature Plus Serie: neue Analogmixer mit 4×4 USB-C und Lexicon-FX
Soundcraft stellt mit der Soundcraft Signature Plus Serie eine vollständig überarbeitete Familie analoger Mischpulte vor. [...]
> WEITERLESEN