Behringer SB 78A Test: Kondensator-Handmikrofon für Bühne, PA und Veranstaltungstechnik
Im Behringer SB 78A Test schaue ich mir ein Mikrofon an, das für die Veranstaltungstechnik besonders interessant ist: ein handliches Gesangsmikrofon im klassischen Bühnenformat, aber mit Kondensatorkapsel. Während viele Live-Mikrofone in dieser Bauform dynamisch arbeiten, setzt das Behringer SB 78A auf mehr Detailauflösung, einen höheren Ausgangspegel und eine präsente Ansprache. Laut Behringer liefert das Mikrofon im Vergleich zu typischen dynamischen Mikrofonen etwa 10 dB mehr Output und soll dadurch am Mischpult mit weniger zusätzlicher Vorverstärkung auskommen.
Für mich ist genau dieser Punkt im PA-Alltag spannend. Denn bei Sprache, Lead-Vocals, Moderation oder akustischen Instrumenten entscheidet nicht nur der Grundsound, sondern auch, wie schnell ein Mikrofon im Setup funktioniert. Außerdem muss es sich gegen Bühnenlautstärke, Monitore, Handling-Geräusche und Feedback behaupten. Deshalb bewerte ich das SB 78A hier aus Sicht von Musikern, Beschallern und Veranstaltungstechnikern.
Behringer SB 78A Test: Kurzüberblick
Das Behringer SB 78A ist ein Kondensator-Nierenmikrofon mit XLR-Anschluss, 48-V-Phantomspeisung und integriertem Pop- beziehungsweise Windschutz. Zusätzlich bietet es einen schaltbaren Low-Cut-Filter, ein internes Shockmount-System gegen Griffgeräusche sowie eine Transporttasche und einen Mikrofonständeradapter im Lieferumfang. Diese Merkmale werden sowohl im offiziellen Quick Start Guide als auch auf der Produktseite genannt.
Ich sehe das SB 78A daher weniger als simples Einsteiger-Mikrofon, sondern eher als budgetfreundliches Werkzeug für alle, die mehr Präsenz und Offenheit als bei vielen dynamischen Bühnenmikrofonen suchen. Gleichzeitig bleibt es ein Live-Mikrofon und kein empfindliches Studiomikrofon auf der Bühne. Genau diese Mischung macht den Behringer SB 78A Test für PA-Anwendungen interessant.
Technische Daten des Behringer SB 78A
| Merkmal | Behringer SB 78A |
|---|---|
| Mikrofontyp | Kondensator-Nierenmikrofon |
| Richtcharakteristik | Niere / Cardioid |
| Frequenzgang | 50 Hz – 16 kHz |
| Impedanz | 200 Ohm |
| Phantomspeisung | 48 V |
| Anschluss | 3-poliger XLR |
| Empfindlichkeit | -48 ±3 dB/Pa |
| Maximaler Schalldruckpegel | 136 dB SPL |
| Gewicht | 240 g |
| Besonderheiten | Schaltbarer Low Cut, integrierter Popfilter, internes Shockmount-System |
| Lieferumfang | Mikrofonständeradapter, schlagfeste Transporttasche |
Die technischen Angaben stammen aus dem Quick Start Guide des Herstellers. Dort werden außerdem der Frequenzbereich, die Nierencharakteristik, der maximale Schalldruckpegel und die 48-V-Phantomspeisung aufgeführt.
Erster Eindruck: klassisches Handmikrofon mit Kondensator-Charakter
Optisch bleibt das Behringer SB 78A nah an der bekannten Form eines kabelgebundenen Gesangsmikrofons. Das ist für die Bühne ein Vorteil, weil Sängerinnen, Sänger, Moderatoren und Sprecher keine Umgewöhnung brauchen. Ich halte diese Bauform für sinnvoll, denn ein Live-Mikrofon muss intuitiv funktionieren. Gerade bei Festivals, Stadtfesten, Proberäumen oder Vereinsveranstaltungen bleibt oft wenig Zeit für lange Einweisung.
Trotzdem steckt im Inneren keine dynamische Kapsel, sondern eine Kondensatorkapsel. Dadurch reagiert das Mikrofon grundsätzlich direkter auf Transienten und feine Artikulationen. Behringer beschreibt das SB 78A entsprechend als Handheld-Mikrofon mit mehr Luftigkeit und Detail im Höhenbereich.
In der Praxis bedeutet das aus meiner Sicht: Wer beim Gesang mehr Klarheit, mehr Präsenz und eine offenere Ansprache sucht, bekommt mit dem SB 78A ein interessantes Werkzeug. Gleichzeitig sollte man wissen, dass Kondensatormikrofone auf der Bühne meist etwas diszipliniertere Mikrofontechnik und sauberes Gain-Staging verlangen.
Klangliche Einordnung für Live-Vocals
Beim Behringer SB 78A Test steht für mich vor allem die Frage im Raum, wie gut sich das Mikrofon für Live-Vocals eignet. Der Hersteller nennt eine sanfte Präsenzanhebung in den Mitten, die Stimmen und akustischen Gitarren zugutekommen soll. Außerdem wird ein weiter Frequenzgang für einen transparenten Klang angegeben.
Ich würde das SB 78A deshalb vor allem für Stimmen einplanen, die im Mix schnell nach vorne kommen sollen. Besonders bei Singer-Songwriter-Setups, akustischen Ensembles, Worship-Bands, kleinen Bühnen, Moderation oder Sprachbeschallung kann ein präsentes Kondensatormikrofon Vorteile bringen. Denn weniger dumpfer Grundcharakter bedeutet oft weniger EQ-Arbeit am Mischpult.
Allerdings würde ich das Mikrofon nicht blind in jede laute Rock- oder Metal-Situation werfen. Dort können extrem hohe Bühnenlautstärke, laute Wedges und enger Mikrofonabstand zu Becken oder Gitarrenamps anspruchsvoll werden. Dennoch hilft die Nierencharakteristik dabei, seitliche und rückwärtige Einstreuungen zu reduzieren. Behringer nennt ausdrücklich eine gute Unterdrückung von Off-Axis-Signalen und Feedback.
Bedeutung der Nierencharakteristik im PA-Alltag
Die Nierencharakteristik ist bei einem Live-Mikrofon ein zentraler Punkt. Sie sorgt dafür, dass der Schall von vorne bevorzugt aufgenommen wird, während Schall von hinten und den Seiten stärker reduziert wird. Für mich ist das im Veranstaltungsbetrieb entscheidend, weil auf der Bühne selten ideale Bedingungen herrschen.
Wenn Monitore, Drumkit, Gitarrenboxen oder Publikumslärm im Raum sind, muss ein Gesangsmikrofon fokussiert arbeiten. Das SB 78A setzt hier auf Cardioid, also Niere. Laut Hersteller minimiert diese Richtcharakteristik Hintergrundgeräusche und Rückkopplungen.
Trotzdem bleibt die Mikrofonposition wichtig. Ich würde bei Bühnenmonitoren darauf achten, den Monitor möglichst im rückwärtigen Auslöschungsbereich der Niere zu platzieren. Außerdem sollte man das Mikrofon nicht stark seitlich besprechen, weil dann Präsenz und Sprachverständlichkeit leiden können. Richtig eingesetzt, passt das SB 78A jedoch gut in klassische PA-Setups.
Low Cut: wichtig gegen Nahbesprechung und Trittschall
Ein starkes Argument im Behringer SB 78A Test ist der schaltbare Low-Cut-Filter. Behringer nennt ihn als Mittel gegen Störungen durch sehr nahes Besprechen beziehungsweise Nahbesprechungseffekte.
Ich finde diesen Schalter im Live-Betrieb sehr wertvoll. Denn viele Sängerinnen und Sänger gehen bei lauten Bühnen automatisch sehr nah ans Mikrofon. Dadurch entsteht mehr Bass durch den Nahbesprechungseffekt. Das kann zwar druckvoll wirken, aber im PA-Mix auch schnell mulmig werden. Außerdem übertragen Bühnen, Stative und Handbewegungen tieffrequente Störungen.
Mit aktiviertem Low Cut lässt sich der Mix meistens schneller aufräumen. Besonders bei Sprache, Moderation, Chorabnahme oder akustischen Sets würde ich den Filter oft direkt nutzen. Bei sehr dünnen Stimmen kann man ihn dagegen bewusst deaktiviert lassen und den Tiefmittenbereich am Pult kontrollieren.
Handling-Geräusche und Pop-Schutz
Das Behringer SB 78A besitzt laut Hersteller ein internes Shockmount-System zur Reduzierung von Griffgeräuschen. Außerdem ist ein kugelförmiger Wind- und Pop-Noise-Filter integriert.
Für die Veranstaltungstechnik ist das wichtiger, als es im Datenblatt zunächst klingt. In der Realität wird ein Handmikrofon bewegt, umgegriffen, an Moderatoren weitergereicht oder auf ein Stativ gesteckt. Ich achte deshalb immer darauf, ob ein Mikrofon mechanische Störungen zu stark überträgt. Das interne Dämpfungssystem ist hier ein sinnvoller Ansatz.
Der integrierte Popfilter hilft zudem gegen Plosivlaute bei Nahbesprechung. Dennoch würde ich bei Außenveranstaltungen oder windigen Bühnen zusätzlich einen passenden Schaumstoff-Windschutz einplanen. Gerade Kondensatormikrofone reagieren oft sensibler auf Luftbewegungen, und ein Zusatzwindschutz kann die Betriebssicherheit deutlich erhöhen.
Ausgangspegel und Gain-Staging am Mischpult
Behringer hebt hervor, dass das SB 78A einen hohen Ausgangspegel bietet und im Vergleich zu typischen dynamischen Mikrofonen ungefähr 10 dB heißer am Pult ankommen soll.
Ich sehe darin einen klaren Vorteil, wenn Preamps begrenzte Reserven haben oder wenn man bei leisen Stimmen mehr Nutzsignal braucht. Weniger Gain am Vorverstärker kann helfen, Rauschen und Stress im Signalweg zu reduzieren. Gleichzeitig bedeutet ein heißeres Signal aber auch, dass man beim Einpegeln sauber arbeiten muss.
Bei Digitalpulten, kleinen Analogmixern oder kompakten Aktivbox-Systemen würde ich deshalb zuerst den Gain niedrig starten und dann langsam hochziehen. Außerdem muss die 48-V-Phantomspeisung aktiviert sein. Ohne Phantom Power funktioniert das SB 78A nicht, weil es als Kondensatormikrofon darauf angewiesen ist. Die 48-V-Anforderung wird sowohl im Quick Start Guide als auch auf der offiziellen Produktseite genannt.
Einsatz in der Veranstaltungstechnik
Für PA-Techniker ist das Behringer SB 78A vor allem dann interessant, wenn ein günstiges, aber detailreiches Live-Mikrofon gefragt ist. Ich würde es in folgenden Szenarien besonders ernsthaft prüfen: kleinere Live-Bühnen, Akustik-Sessions, Moderation, Proberaum-PA, Gemeindesaal, Schulveranstaltung, Vereinsfeier, Singer-Songwriter-Abend und Sprachbeschallung.
Dabei gefällt mir, dass das Mikrofon nicht als exotische Sonderlösung daherkommt. Es nutzt einen normalen 3-poligen XLR-Anschluss, wird mit 48 V gespeist und bringt Zubehör für den unmittelbaren Einsatz mit. Für Techniker bedeutet das: einstecken, Phantom Power aktivieren, Gain setzen, Low Cut prüfen und dann in den Mix einpassen.
Gleichzeitig würde ich das SB 78A nicht als universelles Problemlöser-Mikrofon verkaufen. Bei extrem lauten Bühnen, sehr unerfahrenen Sängern oder ungünstiger Monitorposition kann ein robustes dynamisches Mikrofon weiterhin die stressfreiere Wahl sein. Wenn die Bühne jedoch kontrollierbar ist, kann das SB 78A mehr Offenheit und Artikulation liefern.
Für Gesang, Sprache und akustische Instrumente
Das SB 78A wird vom Hersteller besonders für Stimme und akustische Gitarren beschrieben. Das passt gut zur klanglichen Ausrichtung eines Kondensator-Handmikrofons. Ich würde es deshalb nicht nur für Lead-Vocals betrachten, sondern auch für Sprecher, Singer-Songwriter und eventuell für akustische Instrumente im Live-Kontext.
Bei akustischer Gitarre kann ein Kondensatormikrofon mehr Anschlagsdetails und Obertöne einfangen. Allerdings ist ein Handmikrofon in dieser Bauform nicht automatisch die eleganteste Instrumentenlösung. Für schnelle Live-Setups, kleine Bühnen oder spontane Abnahmen kann es trotzdem praktisch sein. Für Studioarbeit oder sehr präzise Instrumentenpositionierung würde ich dagegen eher ein klassisches Kleinmembran-Kondensatormikrofon wählen.
Bei Sprache ist das SB 78A für mich besonders interessant. Ein präsenter Kondensator-Sound kann Verständlichkeit erhöhen, ohne dass man am Mischpult stark in den Höhen schieben muss. Außerdem hilft der Low Cut, tieffrequentes Dröhnen in Räumen zu kontrollieren.
Verarbeitung und Bühnentauglichkeit
Der Quick Start Guide nennt eine schlagfeste Transporttasche sowie einen Mikrofonständeradapter im Lieferumfang. Das ist im PA-Alltag ein praktisches Detail, weil Zubehör gerne verloren geht oder separat beschafft werden muss.
Mit 240 g Gewicht liegt das SB 78A im Bereich vieler klassischer Handmikrofone. Ich empfinde dieses Gewicht für den Live-Einsatz als sinnvoll, da es weder zu schwer für längere Sets noch zu leicht für ein professionelles Handgefühl wirkt. Gerade Sängerinnen und Sänger reagieren oft sensibel darauf, ob ein Mikrofon wertig und kontrollierbar in der Hand liegt.
Für Rental- und Verleihbetrieb würde ich dennoch darauf achten, dass Kondensatormikrofone grundsätzlich etwas sorgsamer behandelt werden sollten als einfache dynamische Arbeitstiere. Die Transporttasche ist daher nicht nur nettes Zubehör, sondern im Alltag tatsächlich sinnvoll.
Behringer SB 78A Test: Stärken
Die größte Stärke des SB 78A liegt für mich in der Kombination aus Kondensator-Detail, Bühnenform und PA-tauglicher Ausstattung. Das Mikrofon bringt einen schaltbaren Low Cut mit, arbeitet mit Nierencharakteristik, liefert einen hohen Ausgangspegel und enthält bereits Popfilter sowie Handling-Geräuschdämpfung.
Außerdem ist der Frequenzgang von 50 Hz bis 16 kHz für Live-Vocals absolut praxisnah. Man bekommt keinen übertriebenen Studio-Höhenbereich, sondern einen Bereich, der für Sprache und Gesang im PA-Mix gut nutzbar ist. Der maximale Schalldruckpegel von 136 dB SPL spricht ebenfalls dafür, dass das Mikrofon auch mit kräftigen Stimmen umgehen kann.
Ich sehe das SB 78A deshalb als gutes Mikrofon für Anwender, die mehr Frische als bei vielen dynamischen Klassikern suchen, aber keine komplizierte Studiolösung auf der Bühne einsetzen möchten.
Behringer SB 78A Test: Grenzen
Natürlich hat das Konzept auch Grenzen. Ein Kondensator-Handmikrofon ist nicht automatisch für jede Bühne ideal. Es kann mehr Details liefern, nimmt aber je nach Umgebung auch mehr Feinheiten aus dem Bühnenumfeld wahr. Deshalb braucht man eine saubere Monitoraufstellung, kontrolliertes Gain-Staging und eine gewisse Mikrofontechnik.
Außerdem ist die 48-V-Phantomspeisung Pflicht. Wer das Mikrofon an sehr einfachen Geräten ohne Phantom Power betreiben möchte, muss ein anderes Mikrofon wählen oder eine geeignete Speiselösung verwenden. Für mich ist das kein Nachteil im professionellen PA-Umfeld, aber für Einsteiger sollte es klar kommuniziert werden.
Auch bei Open-Air-Einsätzen würde ich vorsichtig planen. Der integrierte Windschutz hilft, ersetzt aber bei Wind nicht zwingend einen zusätzlichen Schaumstoffschutz. Gerade bei Moderation auf Stadtfesten oder Sportveranstaltungen würde ich daran denken.
Vergleich zu dynamischen Bühnenmikrofonen
Im Vergleich zu vielen dynamischen Gesangsmikrofonen setzt das SB 78A auf mehr Direktheit und Detail. Das kann im Mix sehr hilfreich sein, wenn eine Stimme sonst zu matt oder zu bedeckt wirkt. Außerdem kann der höhere Ausgangspegel den Gain-Bedarf reduzieren.
Dynamische Mikrofone bleiben dagegen oft unempfindlicher gegenüber rauen Bühnenbedingungen. Sie verzeihen schlechte Mikrofontechnik teilweise besser und kommen mit lauten Monitoren häufig entspannter zurecht. Deshalb würde ich nicht sagen, dass das SB 78A dynamische Klassiker grundsätzlich ersetzt. Vielmehr ergänzt es das Mikrofonarsenal sinnvoll.
Ich würde es vor allem dann wählen, wenn ich mehr Präsenz, schnellere Ansprache und bessere Sprachverständlichkeit erreichen möchte. Wenn dagegen maximale Rückkopplungssicherheit auf einer sehr lauten Bühne Priorität hat, würde ich den Einsatz vorher sorgfältig testen.
Praxis-Tipp für FOH und kleine PA-Setups
Beim Einrichten würde ich zuerst Phantom Power aktivieren, den Gain vorsichtig setzen und den Low Cut je nach Stimme einschalten. Danach würde ich im EQ nicht sofort stark eingreifen, sondern zunächst hören, wie viel Präsenz bereits aus dem Mikrofon kommt. Gerade Kondensatormikrofone können im oberen Mittenbereich schnell sehr durchsetzungsfähig wirken.
Bei Monitoren würde ich besonders auf die Position achten. Ein Bühnenmonitor sollte nicht seitlich direkt in die empfindlichen Bereiche der Kapsel strahlen. Außerdem würde ich bei unerfahrenen Sängern erklären, dass das Mikrofon am besten frontal besprochen wird und nicht mit der Hand am Korb abgedeckt werden sollte. Denn das kann die Richtwirkung verschlechtern und Feedback begünstigen.
Fazit zum Behringer SB 78A Test
Mein Fazit im Behringer SB 78A Test fällt positiv aus, wenn man das Mikrofon richtig einordnet. Das Behringer SB 78A ist kein beliebiges dynamisches Bühnenmikrofon, sondern ein Kondensator-Handmikrofon für Anwender, die mehr Detail, Präsenz und Ausgangspegel suchen. Gerade für Live-Vocals, Sprache, akustische Sets und kleinere bis mittlere PA-Anwendungen ist das Konzept überzeugend.
Ich würde das SB 78A besonders Musikern, Moderatoren, Singer-Songwritern und PA-Technikern empfehlen, die ein präsentes Mikrofon mit klassischem Handling suchen. Der schaltbare Low Cut, die Nierencharakteristik, das interne Shockmount-System und die 48-V-Phantomspeisung machen es zu einem praxisnahen Werkzeug für Bühne und Veranstaltungstechnik.
Wer jedoch auf extrem lauten Bühnen arbeitet oder ein Mikrofon für sehr grobe Verleihbedingungen sucht, sollte die Kondensator-Bauweise bewusst berücksichtigen. Trotzdem bleibt das SB 78A ein spannender Kandidat für alle, die im Live-Mix mehr Offenheit und Verständlichkeit erreichen möchten.
Herstellerlink: SB 78A | Behringer
FAQ zum Behringer SB 78A
Ist das Behringer SB 78A ein dynamisches Mikrofon?
Nein, das Behringer SB 78A ist ein Kondensator-Nierenmikrofon. Es sieht zwar aus wie ein klassisches Handmikrofon für die Bühne, benötigt aber 48-V-Phantomspeisung und bietet eine kondensatortypisch detailreiche Ansprache.
Braucht das Behringer SB 78A Phantom Power?
Ja, das Mikrofon benötigt 48 V Phantomspeisung. Deshalb muss das Mischpult, Audiointerface oder die PA-Eingangsstufe Phantom Power bereitstellen. Ohne diese Speisung funktioniert das Mikrofon nicht korrekt.
Für welche Anwendungen eignet sich das Behringer SB 78A?
Ich sehe das Behringer SB 78A vor allem bei Live-Gesang, Sprache, Moderation, akustischen Sets und kleineren bis mittleren PA-Anwendungen. Durch die präsente Kondensator-Abstimmung eignet es sich besonders, wenn Stimmen klar und direkt im Mix stehen sollen.
Ist das Behringer SB 78A feedbackfest?
Die Nierencharakteristik hilft dabei, Hintergrundgeräusche und Feedback zu reduzieren. Trotzdem hängt die Feedbacksicherheit stark von Monitorposition, Bühnenlautstärke, Raumakustik und Gain-Staging ab. Ich würde es daher sauber einrichten und bei lauten Bühnen vorab testen.
Was bringt der Low Cut beim Behringer SB 78A?
Der schaltbare Low Cut reduziert tieffrequente Störungen und kann den Nahbesprechungseffekt kontrollieren. Ich würde ihn besonders bei Sprache, Moderation und sehr nah besprochenem Gesang prüfen, weil der Mix dadurch oft schneller aufgeräumt klingt.
Ist das Behringer SB 78A für Anfänger geeignet?
Ja, grundsätzlich schon, sofern Phantom Power vorhanden ist. Allerdings sollten Einsteiger wissen, dass ein Kondensatormikrofon auf der Bühne etwas sorgfältiger eingepegelt und positioniert werden sollte als viele dynamische Mikrofone.
Kann man das Behringer SB 78A für akustische Gitarre verwenden?
Ja, laut Hersteller ist das Mikrofon auch für akustische Gitarren geeignet. Ich würde es vor allem für schnelle Live-Abnahmen oder Singer-Songwriter-Setups nutzen. Für sehr präzise Studioaufnahmen würde ich jedoch eher ein spezialisiertes Instrumentenmikrofon bevorzugen.




Unsere neuesten Beiträge
Behringer SB 78A Test: Kondensator-Gesangsmikrofon für die Bühne
Behringer SB 78A Test: Kondensator-Handmikrofon für Bühne, PA und Veranstaltungstechnik Im Behringer SB 78A Test [...]
> WEITERLESENDie 5 besten Bücher für Sängerinnen und Sänger
Ich möchte gerne singen lernen – welche Bücher gibt es? Singen wirkt auf den ersten [...]
> WEITERLESENFAME X-Over MKII Test: Aktive 19-Zoll-Frequenzweiche
Im FAME X-Over MKII Test schaue ich mir eine aktive 19-Zoll-Frequenzweiche an, die vor allem [...]
> WEITERLESEN