Ein Konzert steht an, die Band ist bestens vorbereitet und die Songs sitzen. Doch beim Aufbau auf der Bühne beginnt plötzlich das Chaos. Der Schlagzeuger weiß nicht, wo sein Drumset stehen soll, für das Keyboard fehlen zwei DI-Boxen und der Gitarrist hat seinen Monitor auf der falschen Bühnenseite aufgebaut. Gleichzeitig versucht der FOH-Techniker herauszufinden, welches Mikrofon auf welchen Mischpultkanal gehört. Solche Situationen lassen sich mit einer guten technischen Vorbereitung vermeiden. Wer einen Stageplot erstellen und die dazugehörige Inputliste vorbereiten kann, erleichtert nicht nur der Veranstaltungstechnik die Arbeit, sondern sorgt auch dafür, dass die eigene Band entspannter in den Auftritt startet.
Ein Stageplot ist eine schematische Darstellung der Bühne, auf der Musiker, Instrumente, Verstärker, Monitore und weitere wichtige Komponenten eingezeichnet werden. Zusammen mit einer Inputliste und einem Technical Rider bildet er die Grundlage für die technische Planung eines Live-Auftritts. Besonders bei Festivals, Stadtfesten oder Veranstaltungen mit mehreren Bands sind diese Dokumente wichtig, weil die Technikcrew bereits vor der Ankunft weiß, welches Equipment benötigt wird und wie die Bühne vorbereitet werden muss. In diesem Backstage-Tutorial erklären wir, welche Informationen in einen professionellen Bühnenplan gehören, wie eine Inputliste aufgebaut wird und wie ihr einen verständlichen Technical Rider für eure Band erstellt. Außerdem zeigen wir anhand einer fünfköpfigen Coverband, wie die drei Dokumente in der Praxis zusammenarbeiten.
Kurzinfo auf einen Blick
Ein Stageplot zeigt, wo Musiker, Instrumente, Verstärker und Monitore auf der Bühne stehen. Die Inputliste nennt Mischpultkanäle, Mikrofone, DI-Boxen und nötige Phantomspeisung. Der Technical Rider ergänzt Anforderungen an PA, Monitoring, Strom und Backline. Ein aktueller Bühnenplan mit klarer Kanalbelegung erleichtert Veranstaltern und FOH-Crew die Vorbereitung, den Aufbau und den Soundcheck.
Was ist ein Stageplot und warum braucht eine Band einen Bühnenplan?
Der Begriff Stageplot bezeichnet einen schematischen Bühnenplan, der die Positionen der beteiligten Musiker und ihrer technischen Ausrüstung zeigt. Üblicherweise wird die Bühne aus einer festgelegten Perspektive dargestellt, sodass Veranstalter, Stagehands und Tontechniker unmittelbar erkennen können, wie die Band aufgebaut werden soll. Dazu gehören beispielsweise das Schlagzeug im hinteren Bühnenbereich, die Position der Gitarrenverstärker, ein Keyboard-Setup und die benötigten Monitorlautsprecher.
Ein Stageplot ist keine maßstabsgetreue technische Bauzeichnung. Vielmehr soll er die wesentlichen Informationen möglichst übersichtlich vermitteln. Niemand muss dafür ein professionelles CAD-Programm beherrschen. Eine verständliche Grafik mit eindeutigen Beschriftungen ist oft hilfreicher als ein komplizierter Plan voller Details. Wichtig ist allerdings, dass der Bühnenplan die tatsächliche Besetzung und das tatsächlich verwendete Equipment zeigt.
Gerade kleinere Bands unterschätzen diesen organisatorischen Schritt. Bei einem Clubkonzert mit drei Musikern kann die Positionierung möglicherweise noch spontan erfolgen. Sobald jedoch eine fünfköpfige Coverband mit Schlagzeug, Gitarrenverstärkern, Keyboards und mehreren Monitorwegen auftritt, steigt der Abstimmungsbedarf erheblich. Ein aktueller Stageplot ermöglicht es dem Veranstalter, die erforderliche Bühnenfläche vorzubereiten und die Mikrofonierung sowie die Stromversorgung frühzeitig zu planen.
Der Bühnenplan gehört deshalb zu den Unterlagen, die vor einem Auftritt verschickt werden sollten. Wann ihr welche Informationen an den Veranstalter übermittelt und wie ihr den gesamten Auftritt organisatorisch vorbereitet, erklären wir ausführlich in unserer Gig-Checkliste für Bands: Vom Booking bis zum Load-out.
Stageplot, Inputliste und Technical Rider: Was ist der Unterschied?
Obwohl diese Begriffe häufig gemeinsam verwendet werden, erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. Der Stageplot zeigt, wo sich die Musiker und ihre Ausrüstung auf der Bühne befinden. Die Inputliste dokumentiert, welche Audiosignale angeschlossen werden müssen und welche Mikrofone beziehungsweise DI-Boxen dafür erforderlich sind. Der Technical Rider beschreibt dagegen die technischen Rahmenbedingungen, die für den Auftritt benötigt werden.
Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich: Im Stageplot ist zu erkennen, dass der Keyboarder rechts auf der Bühne steht. Die Inputliste nennt seine beiden Audiosignale Keyboard L und Keyboard R, die über eine Stereo-DI-Box zum Mischpult gelangen. Im Technical Rider steht schließlich, dass zwei passende DI-Kanäle und die erforderlichen Anschlüsse zur Verfügung stehen müssen.
Die Dokumente ergänzen sich somit gegenseitig. Ein Stageplot allein sagt dem FOH-Techniker noch nicht zuverlässig, wie viele Mischpultkanäle benötigt werden. Umgekehrt zeigt eine Inputliste nicht, an welcher Bühnenposition die jeweiligen Instrumente aufgebaut sind. Erst die Kombination ergibt ein vollständiges Bild.
Stageplot erstellen: Was gehört in einen professionellen Bühnenplan?
Ein guter Stageplot muss vor allem übersichtlich sein. Bereits auf den ersten Blick sollte erkennbar werden, wie viele Musiker auftreten, welche Instrumente verwendet werden und wo die wichtigsten technischen Komponenten stehen. Dazu gehören neben Instrumenten und Verstärkern auch die Positionen der Gesangsmikrofone, Monitorlautsprecher, DI-Boxen und gegebenenfalls eigener Technikracks.
Besonders wichtig ist außerdem die geplante Stromversorgung. Wenn beispielsweise auf einer Bühnenseite mehrere Keyboards, Effektgeräte und ein Laptop verwendet werden, muss dort eine entsprechende Versorgung vorgesehen werden. Dabei ist es sinnvoll, die benötigten Anschlusspunkte im Bühnenplan zu markieren und im Technical Rider genauer zu beschreiben. Die tatsächliche elektrische Verteilung und Absicherung übernimmt jedoch die dafür zuständige Technikcrew.
Die richtige Perspektive für den Bühnenplan wählen
Ein häufiger Fehler besteht darin, die Perspektive des Stageplots nicht eindeutig anzugeben. Manche Pläne werden aus Sicht der Musiker gezeichnet, andere aus Sicht des Publikums. Dadurch kann es zu Missverständnissen kommen, wenn beispielsweise ein Gitarrenverstärker auf der linken Bühnenseite stehen soll.
Für unsere Beispielskizze verwenden wir die Sicht vom Publikum beziehungsweise vom FOH-Mischplatz auf die Bühne. Die Bühnenvorderkante befindet sich unten, die Bühnenrückseite oben. Diese Perspektive wird direkt in der Grafik angegeben.
Wichtig ist, dass die Bezeichnungen „Stage Left“ und „Stage Right“ üblicherweise aus Sicht eines Musikers definiert werden, der auf der Bühne steht und zum Publikum schaut. Stage Left erscheint aus FOH-Perspektive deshalb rechts im Bild. Wer den Plan eindeutig mit „links aus Publikumssicht“ beziehungsweise „rechts aus Publikumssicht“ kennzeichnet, vermeidet solche Verwechslungen.
Musiker und Backline eindeutig einzeichnen
Jeder Musiker erhält im Bühnenplan eine feste Position. Bei einer klassischen Coverband stehen Sänger und Gitarrist häufig im vorderen Bereich, während das Schlagzeug weiter hinten aufgebaut wird. Bassist und Keyboarder nehmen die übrigen Positionen ein. Diese Anordnung ist allerdings keineswegs verbindlich. Entscheidend sind die gewünschte Bühnenpräsenz, der verfügbare Platz und die technischen Anforderungen.
Zusätzlich sollten alle größeren Backline-Komponenten eingezeichnet werden. Dazu gehören beispielsweise Gitarren- und Bassverstärker, Keyboardständer, Schlagzeugpodeste und größere Racks. Gerade bei mehreren Bands kann dadurch bereits vor dem Changeover festgelegt werden, welche Geräte stehen bleiben und welche ausgetauscht werden müssen.
Die Positionen von Mikrofonstativen und Monitorlautsprechern sind ebenfalls wichtig. Ein Sänger, der während des Konzerts mehrfach zwischen Keyboard und Bühnenmitte wechselt, benötigt möglicherweise eine andere Mikrofonposition als ein Sänger, der durchgehend an einem festen Platz steht.
Monitorlautsprecher und In-Ear-Systeme dokumentieren
Bei der Planung des Monitorings reicht es nicht aus, einfach drei Monitorlautsprecher in den Bühnenplan zu zeichnen. Es sollte auch erkennbar sein, welcher Monitor zu welchem Musiker gehört und ob verschiedene Musiker denselben Mix verwenden.
Häufig werden dafür Bezeichnungen wie M1, M2 und M3 genutzt. Jede Bezeichnung steht für einen eigenständigen Monitorweg beziehungsweise eine definierte Monitormischung.
Verwendet ein Musiker ein eigenes In-Ear-System, sollte auch das vermerkt werden. Wichtig ist dabei die Unterscheidung, ob die Band lediglich einen Monitormix vom Veranstalter benötigt oder ein vollständiges eigenes IEM-Rack mitbringt. Diese Information beeinflusst unter anderem die Verkabelung, die Anzahl der erforderlichen Ausgänge und den Ablauf des Soundchecks.
Wie sich eigene Monitoring-Lösungen aufbauen und bereits bei Bandproben verwenden lassen, erklären wir ausführlich in unserem Backstage-Beitrag Mit In-Ear-Kopfhörern proben.
Praxisbeispiel: Stageplot für eine fünfköpfige Coverband
Betrachten wir nun eine typische Coverband mit fünf Mitgliedern. Zur Besetzung gehören eine Sängerin, ein Gitarrist, ein Bassist, ein Schlagzeuger und eine Keyboarderin. Die Band verwendet einen Gitarrenverstärker, einen Bassverstärker, ein akustisches Drumset und ein Stereo-Keyboard. Der Gesang wird über ein dynamisches Bühnenmikrofon übertragen.
Die bereits beigefügte Stageplot-Skizze zeigt eine mögliche Anordnung. Der Schlagzeuger befindet sich hinten mittig, während der Bassist rechts dahinter beziehungsweise seitlich davon steht. Der Gitarrist nimmt die linke Bühnenhälfte ein, die Sängerin steht vorne in der Mitte und die Keyboarderin auf der rechten Seite. Diese Positionsangaben beziehen sich auf die Sicht des Publikums.
Drei Monitorlautsprecher befinden sich an der Bühnenvorderkante. Zusätzlich verwendet der Schlagzeuger einen eigenen kabelgebundenen Mono-In-Ear-Mix. Die Signale der Instrumente und Mikrofone laufen zu einer Stagebox auf der rechten Bühnenseite.
Welche Informationen liefert diese Stageplot-Skizze?
Der Bühnenplan enthält bereits die wichtigsten Informationen für die technische Vorbereitung. Der Schlagzeuger benötigt mehrere Mikrofone, der Bassist liefert ein DI-Signal, der Gitarrenverstärker wird mikrofoniert und das Keyboard überträgt seine Signale in Stereo. Die Sängerin benötigt ein Gesangsmikrofon sowie einen eigenen Monitorweg.

Zusätzlich ist erkennbar, dass drei Monitorlautsprecher und ein weiterer Monitorausgang für den Schlagzeuger erforderlich sind. Der Bassist verwendet in diesem Beispiel seinen eigenen Verstärker als persönliche Hörquelle. Sollte er stattdessen einen unabhängigen Monitormix wünschen, müsste ein weiterer Monitorweg vorgesehen werden.
Diese einfache Darstellung kann für kleinere Veranstaltungen bereits eine gute Grundlage sein. Bei größeren Produktionen lassen sich zusätzliche Informationen ergänzen, beispielsweise genaue Strompositionen, Mikrofonstative, Backline-Abmessungen oder die Position eines eigenen In-Ear-Racks.
Wichtig ist, den Plan nicht unnötig mit technischen Details zu überladen. Für die genaue Kanalbelegung gibt es schließlich die Inputliste.
Inputliste erstellen: Welche Informationen benötigt der FOH-Techniker?
Die Inputliste gehört zu den wichtigsten Bestandteilen eines technischen Riders. Sie beschreibt sämtliche Audiosignale, die während des Auftritts an das Mischpult angeschlossen werden müssen. Dabei erhält jedes Signal eine eindeutige Kanalnummer. Zusätzlich wird dokumentiert, welche Mikrofone, DI-Boxen und gegebenenfalls Stative benötigt werden.
Bei unserer fünfköpfigen Beispielband entstehen neun Mischpultkanäle. Das Schlagzeug wird relativ einfach mit vier Mikrofonen abgenommen. Dazu kommen ein Bass-DI-Signal, ein Gitarrenmikrofon, zwei Keyboardkanäle und ein Gesangsmikrofon.
Beispiel-Inputliste für eine Coverband
| Kanal | Signal | Anschluss | 48 V | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Kick | Mikrofon | Nein | Kurzes Stativ |
| 2 | Snare | Mikrofon | Nein | Kleines Stativ oder geeignete Klemme |
| 3 | Overhead L | Kondensatormikrofon | Ja, falls benötigt | Galgenstativ |
| 4 | Overhead R | Kondensatormikrofon | Ja, falls benötigt | Galgenstativ |
| 5 | Bass | DI-Box | Je nach DI | Bassamp mit DI-Abgriff möglich |
| 6 | Gitarre | Mikrofon | Nein | Mikrofon am Gitarrenverstärker |
| 7 | Keyboard L | DI-Box | Je nach DI | Stereo-DI, linker Kanal |
| 8 | Keyboard R | DI-Box | Je nach DI | Stereo-DI, rechter Kanal |
| 9 | Lead-Gesang | Gesangsmikrofon | Nein bei klassischem dynamischem Mikrofon | Galgenstativ |
Diese Tabelle übernimmt die Kanalbelegung unseres Bühnenplans. Sie stellt ein bewusst kompaktes Beispiel dar. Bei einer größeren Rockband könnten zusätzliche Mikrofone für Toms, Hi-Hat oder weitere Gesangsstimmen erforderlich sein. Auch ein zweites Gitarrensignal, eine Akustikgitarre oder ein separates Playback-System würden die Zahl der benötigten Kanäle erhöhen.
Warum sollten Stereoquellen getrennt aufgeführt werden?
Ein Keyboard kann zwar über ein einziges Instrument gespielt werden, liefert aber häufig zwei voneinander unabhängige Audiosignale für den linken und rechten Stereokanal. Deshalb müssen in der Inputliste auch zwei Mischpultkanäle berücksichtigt werden. Dasselbe gilt beispielsweise für Stereo-Playbacks, elektronische Drumsets oder mehrere Synthesizer, deren Signale in Stereo übertragen werden sollen. Werden solche Quellen nur als „Keyboard“ oder „Laptop“ aufgelistet, lässt sich der tatsächliche Kanalbedarf nicht zuverlässig erkennen.
Deshalb sollten Stereoquellen eindeutig mit L und R gekennzeichnet werden. Gleichzeitig muss überprüft werden, ob das verwendete Mischpult und die vorhandene Stagebox genügend Eingangskanäle besitzen.
DI-Boxen und Phantomspeisung angeben
Besonders bei Keyboards, Bassgitarren und anderen elektronischen Instrumenten kommen häufig DI-Boxen zum Einsatz. Sie ermöglichen die Übertragung der jeweiligen Signale über geeignete symmetrische Leitungen und können je nach Bauart eine galvanische Trennung bereitstellen.
Allerdings benötigt nicht jedes Instrument automatisch dieselbe DI-Box. Aktive und passive Modelle unterscheiden sich hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften und der möglichen Stromversorgung. Deshalb sollte die Inputliste möglichst genau angeben, ob eine DI-Box benötigt wird und ob diese von der Band oder dem Veranstalter gestellt wird. Welche Geräte sich für unterschiedliche Instrumente eignen, erklären wir ausführlich in unserem Tutorial Wofür brauche ich eine DI-Box?.
Auch die Phantomspeisung sollte dokumentiert werden. Bei den Kondensator-Overheads unseres Beispiels ist normalerweise eine entsprechende Versorgung erforderlich, sofern es sich um klassische P48-Mikrofone handelt. Bei einer aktiven DI-Box kann ebenfalls Phantomspeisung benötigt werden. Passive DI-Boxen und klassische dynamische Mikrofone benötigen dagegen keine entsprechende Betriebsspannung.
Die genauen Anforderungen hängen immer vom verwendeten Modell ab. Deshalb empfiehlt sich vor der Veranstaltung eine Kontrolle der tatsächlichen Ausstattung. Weitere Grundlagen findet ihr im Tutorial 48 Volt Phantomspeisung erklärt: Wann brauche ich Phantom Power?.
Monitorliste erstellen: Wer benötigt welchen Mix?
Neben der eigentlichen Inputliste sollten Bands ihre Monitoranforderungen dokumentieren. Schließlich reicht es nicht aus, lediglich die benötigten Mikrofone und Instrumentenanschlüsse aufzulisten. Jeder Musiker muss während der Show ausreichend hören können, um zuverlässig zu spielen. Für unsere fünfköpfige Coverband verwenden wir vier unabhängige Monitormischungen. Drei davon versorgen klassische Bühnenmonitore, während ein weiterer Ausgang zum kabelgebundenen Mono-In-Ear-System des Schlagzeugers führt.
Beispiel-Monitorbelegung
| Monitorweg | Musiker | System | Position |
|---|---|---|---|
| M1 | Sängerin | Mono-Wedge | Vorne Mitte |
| M2 | Gitarrist | Mono-Wedge | Vorne links |
| M3 | Keyboarderin | Mono-Wedge | Vorne rechts |
| M4 | Schlagzeuger | Kabelgebundenes Mono-IEM | Hinten Mitte |
Der Bassist verwendet in diesem Beispiel seinen eigenen Verstärker und benötigt keinen zusätzlichen Monitorweg. Diese Konfiguration ist eine bewusste Vereinfachung. Gerade bei größeren Bühnen kann ein eigener Monitormix für den Bassisten sinnvoll sein. In diesem Fall muss die Belegung entsprechend erweitert werden.
Außerdem sollte die Band angeben, welche Monitoring-Technik sie selbst mitbringt. Ein eigenes In-Ear-System benötigt möglicherweise nur ein geeignetes Audiosignal vom Veranstalter. Werden dagegen Funkstrecken, Kopfhörerverstärker oder digitale Monitorpulte vom Veranstalter erwartet, muss dies ausdrücklich vereinbart werden.
Wichtig ist zusätzlich die Frage, ob Mono- oder Stereo-Mischungen verwendet werden. Ein klassischer Mono-Wedge benötigt normalerweise einen eigenen Monitorbus. Ein unabhängiger Stereo-IEM-Mix benötigt dagegen zwei entsprechende Ausgangskanäle beziehungsweise einen Stereo-Mixbus.
Wie diese zusätzlichen Signalwege innerhalb des Mischpults eingerichtet werden, behandeln wir ausführlich in unserem Tutorial Mischpult-Routing erklärt: AUX, Subgruppen, DCA und Matrix im Live-Einsatz.
Was ist ein Technical Rider und was gehört hinein?
Der Technical Rider ist eine technische Beschreibung der Anforderungen einer Band an den Veranstalter beziehungsweise die Produktion. Dazu gehören unter anderem Angaben über die Besetzung, die benötigte Bühnenfläche, die Beschallungsanlage, die Monitorsysteme, die Backline und die Stromversorgung.
Ein guter Technical Rider sollte dabei möglichst konkret sein. Aussagen wie „professionelle PA erforderlich“ helfen nur bedingt weiter, weil nicht eindeutig hervorgeht, welche Anforderungen tatsächlich bestehen. Besser ist beispielsweise der Hinweis, dass die Anlage den gesamten Publikumsbereich mit ausreichendem Pegel und guter Sprachverständlichkeit versorgen können muss.
Genauso wichtig sind realistische Angaben zur Bühnenfläche. Wenn eine Band fünf Musiker, mehrere Verstärker und ein großes Schlagzeug verwendet, sollte sie nicht einfach eine beliebige Mindestgröße verlangen. Stattdessen muss geklärt werden, welche Fläche für den tatsächlichen Aufbau benötigt wird und welche Möglichkeiten die Veranstaltung bietet.
Technische Anforderungen und Wünsche unterscheiden
Nicht jede Angabe in einem Rider besitzt dieselbe Bedeutung. Manche Dinge sind für den Auftritt zwingend erforderlich, während andere lediglich eine bevorzugte Lösung darstellen.
Beispielsweise könnte die Band für ihren Auftritt mindestens neun passende Eingangskanäle benötigen. Diese Anforderung ist technisch nachvollziehbar, weil tatsächlich neun Signale verarbeitet werden müssen. Ob der Veranstalter dafür ein Mischpult eines bestimmten Herstellers verwendet, spielt dagegen möglicherweise keine Rolle.
Deshalb sollte der Rider zwischen notwendigen Anforderungen und optionalen Wünschen unterscheiden. Das erleichtert die Abstimmung und verhindert unnötige Konflikte.
Außerdem ist zu beachten, dass ein Technical Rider nicht automatisch in jedem Punkt verbindlicher Vertragsbestandteil wird. Welche Anforderungen tatsächlich zugesichert werden, hängt von der jeweiligen Vereinbarung mit dem Veranstalter ab. Größere oder kostenrelevante Anforderungen sollten deshalb ausdrücklich bestätigt werden.
Beispiel: Technical Rider für eine fünfköpfige Coverband
Für unsere Musterband könnte der technische Rider folgendermaßen aufgebaut werden:
| Bereich | Technische Anforderung |
|---|---|
| Bandbesetzung | 5 Musiker: Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard |
| Bühnenfläche | Gewünscht ca. 5 × 4 Meter, örtliche Möglichkeiten vorab abstimmen |
| FOH-Mischpult | Mindestens 9 geeignete Eingangskanäle |
| Monitoring | 3 unabhängige Mono-Wedges und 1 Mono-IEM-Send |
| PA-Anlage | Für Veranstaltungsfläche und Zuschauerzahl geeignet |
| Mikrofone | Kick, Snare, 2 Overheads, Gitarrenamp und Lead-Gesang |
| DI-Boxen | 1 Kanal Bass, 2 Kanäle Keyboard |
| Stromversorgung | Geeignete Anschlusspunkte für Gitarre, Bass, Keyboard und Drummer-IEM |
| Backline | Instrumente und Verstärker werden von der Band mitgebracht |
| Schlagzeug | Komplettes Drumset wird von der Band gestellt |
| Techniker | FOH-Betreuung und technischer Ansprechpartner nach Vereinbarung |
| Dokumente | Aktueller Stageplot und Inputliste liegen bei |
Diese Tabelle enthält die wesentlichen technischen Anforderungen unserer Beispielband. In einem vollständigen Rider sollten zusätzlich der Bandname, ein Ansprechpartner, Kontaktdaten und das Datum der letzten Aktualisierung angegeben werden. Außerdem muss geklärt werden, wer Mikrofone, Stative, DI-Boxen, Monitorlautsprecher und die benötigte Verkabelung tatsächlich bereitstellt. Eine solche Zuordnung verhindert, dass beide Seiten davon ausgehen, die jeweils andere Partei bringe das Material mit.
Stromversorgung im Technical Rider
Die Stromversorgung sollte möglichst konkret beschrieben werden. Für unsere Beispielband werden etwa Anschlusspunkte beim Gitarrenverstärker, beim Bassverstärker, am Keyboardplatz und beim Schlagzeuger benötigt.
Dabei sollten insbesondere Netzteile, Effektgeräte, Verstärker und zusätzliche Elektronik berücksichtigt werden. Auch eigene IEM-Racks und Laptop-Netzteile gehören in diese Planung. Wichtig ist, dass die Band ihren tatsächlichen Bedarf meldet, die fachgerechte Stromverteilung jedoch von der zuständigen technischen Crew durchgeführt wird. Schutzleiter, Netzstecker und elektrische Installationen dürfen nicht eigenmächtig verändert werden.
Wer bringt welche Backline mit?
Der Begriff Backline bezeichnet im Live-Bereich unter anderem die auf der Bühne verwendeten Instrumentenverstärker, Schlagzeuge, Keyboardständer und andere für den Auftritt benötigte Instrumententechnik.
Besonders bei Festivals oder Veranstaltungen mit mehreren Bands ist es üblich, dass bestimmte Backline-Komponenten gemeinsam genutzt werden. Beispielsweise könnte ein Schlagzeug-Grundsetup auf der Bühne bleiben, während jede Band eigene Snare, Becken oder Fußmaschinen verwendet. Solche Absprachen müssen allerdings vorab erfolgen. Wenn ein gemeinsames Schlagzeug genutzt werden soll, sollte genau dokumentiert werden, welche Komponenten zur Verfügung stehen und welche die Musiker selbst mitbringen. Auch bei Gitarrenverstärkern und Keyboardständern lohnt sich eine eindeutige Regelung. Je weniger Fragen erst beim Aufbau geklärt werden müssen, desto schneller kann die Bühne vorbereitet werden.
Technical Rider und Hospitality Rider: Wo liegt der Unterschied?
Neben dem technischen Rider gibt es bei größeren Produktionen häufig einen Hospitality Rider. Dieser beschreibt organisatorische Anforderungen beziehungsweise Wünsche rund um die Betreuung der Künstler.
Dazu können beispielsweise Garderoben, Getränke, Catering, Aufenthaltsräume oder andere organisatorische Rahmenbedingungen gehören. Für kleinere Clubkonzerte genügt häufig eine einfache Absprache. Bei größeren Veranstaltungen kann ein separates Dokument sinnvoll sein. Entscheidend ist, beide Themenbereiche nicht unnötig miteinander zu vermischen. Die FOH-Crew benötigt in erster Linie Informationen über Audiosignale, Bühnenaufbau und Monitoring. Cateringwünsche helfen bei der Planung des Mischpults dagegen wenig.
Ebenso wichtig ist eine respektvolle Kommunikation zwischen Band, Veranstalter und Crew. Welche Verhaltensregeln und organisatorischen Abläufe hinter der Bühne sinnvoll sind, erklären wir in unserem Artikel Backstage-Verhaltenscodex: So gelingt das Miteinander hinter der Bühne.
Stageplot erstellen: Schritt für Schritt zum eigenen Bühnenplan
Nachdem die wichtigsten Bestandteile geklärt sind, kann der eigentliche Stageplot erstellt werden. Dafür benötigt ihr nicht zwangsläufig professionelle Veranstaltungssoftware. Bereits einfache Grafikprogramme oder Präsentationsanwendungen reichen für viele Bands aus.
Schritt 1: Bandbesetzung und Bühnenpositionen festlegen
Zunächst wird dokumentiert, welche Musiker am Auftritt teilnehmen und welche Positionen sie normalerweise auf der Bühne einnehmen. Dazu gehören auch Instrumentenwechsel und besondere Anforderungen. Spielt beispielsweise ein Musiker sowohl Gitarre als auch Keyboard, muss der Platz entsprechend geplant werden. Anschließend werden die Musiker auf einer einfachen rechteckigen Bühnenfläche eingezeichnet. Die Perspektive sollte eindeutig angegeben werden.
Schritt 2: Backline und Instrumente eintragen
Nun werden größere Geräte ergänzt. Dazu gehören Schlagzeug, Gitarren- und Bassverstärker, Keyboardständer und gegebenenfalls technische Racks. Die Positionen sollten so gewählt werden, dass sich die Musiker sinnvoll bewegen können und niemand durch große Geräte oder ungünstig verlegte Kabel behindert wird.
Schritt 3: Mikrofone, DI-Boxen und Monitore ergänzen
Im nächsten Schritt werden die benötigten Gesangsmikrofone, Mikrofonstative und Monitore eingetragen. Bei DI-Boxen sollte erkennbar sein, zu welchem Instrument sie gehören. Zusätzlich erhalten die Monitorwege eindeutige Bezeichnungen. So kann die Technikcrew bereits vor dem Aufbau erkennen, wo beispielsweise M1, M2 und M3 stehen sollen.
Schritt 4: Inputliste erstellen
Nun werden alle Audiosignale in einer Tabelle erfasst. Die Reihenfolge kann sich beispielsweise an der üblichen Kanalstruktur eines Live-Mischpults orientieren: zunächst Schlagzeug, anschließend Bass und Gitarren, danach Keyboards und schließlich Gesang.
Diese Reihenfolge ist nicht vorgeschrieben, kann aber die Übersicht verbessern. Entscheidend ist, dass die Angaben vollständig und eindeutig sind.
Bei digitalen Stageboxen muss zusätzlich beachtet werden, dass die physischen Anschlüsse und die internen Mischpultkanäle unterschiedlich zugewiesen werden können. Deshalb sollten größere Produktionen die tatsächliche Kanalbelegung mit der verantwortlichen Crew abstimmen. Mehr dazu erklären wir im Tutorial Digitale Stagebox einrichten: Routing, Clock, Gain und typische Fehler.
Schritt 5: Technische Anforderungen ergänzen
Im Technical Rider werden anschließend die benötigte Bühnenfläche, die Anzahl der Eingangskanäle, das Monitoring, die Stromversorgung und die Zuständigkeiten für das Equipment zusammengefasst. Hier sollte die Band möglichst zwischen unverzichtbaren Anforderungen und optionalen Wünschen unterscheiden.
Schritt 6: Dokumente gemeinsam kontrollieren
Bevor der Rider verschickt wird, sollten sämtliche Bandmitglieder die Angaben überprüfen. Besonders wichtig ist, ob alle Instrumente und zusätzlichen Signale berücksichtigt wurden. Ein Gitarrist, der neuerdings auch eine Akustikgitarre verwendet, benötigt möglicherweise einen zusätzlichen DI-Kanal. Ein Keyboarder mit zwei Instrumenten könnte weitere Eingänge benötigen. Und ein Sänger, der plötzlich auf ein drahtloses Mikrofon umsteigt, verändert möglicherweise die technische Vorbereitung.
Solche Änderungen sollten rechtzeitig dokumentiert werden.
Wann sollte die Band Stageplot und Technical Rider verschicken?
Idealerweise werden die technischen Unterlagen bereits während der Planung des Auftritts an den Veranstalter beziehungsweise die zuständige Produktion übermittelt. Bei kleineren Konzerten kann das einige Wochen vor dem Auftritt erfolgen. Größere Festivals und professionelle Veranstaltungsproduktionen benötigen entsprechende Informationen möglicherweise wesentlich früher.
Entscheidend ist, dass die Technikcrew ausreichend Zeit hat, Rückfragen zu stellen und die vorhandene Ausstattung mit den Anforderungen der Band abzugleichen. Gerade bei Veranstaltungen mit mehreren Bands werden Stageplots und Inputlisten häufig benötigt, um die Bühne und das Monitoring für unterschiedliche Besetzungen vorzubereiten.
Warum ein aktueller Stageplot beim Soundcheck Zeit spart
Wenn die Inputliste bereits vorliegt, kann die Technikcrew die benötigten Mischpultkanäle und Stagebox-Anschlüsse im Voraus planen. Auch die Positionen der Mikrofone und Monitore sind dann bereits bekannt. Beim eigentlichen Line-Check muss deshalb nicht erst geklärt werden, welches Instrument auf welchem Kanal liegen soll. Das spart Zeit und reduziert die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter Anschlüsse. Besonders bei einem knappen Festival-Zeitplan ist diese Vorbereitung wertvoll.
Wie sich der eigentliche Soundcheck anschließend effizient durchführen lässt, zeigen wir in unserem Backstage-Tutorial Soundcheck-Workflow in 15 Minuten: Reihenfolge, Prioritäten und typische Fehler.
Stageplot für Clubgig oder Festival: Welche Unterschiede gibt es?
Die grundsätzliche Funktion eines Stageplots bleibt unabhängig von der Größe der Veranstaltung gleich. Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen an die Genauigkeit und den Umfang der Unterlagen.
Bei einem kleinen Clubkonzert kann häufig ein einfacher Bühnenplan mit wenigen Eingangskanälen und einer kompakten Monitorübersicht ausreichen. Die vorhandene Technik lässt sich gegebenenfalls direkt mit dem Veranstalter besprechen. Bei einem Festival sieht die Situation anders aus. Hier müssen oft mehrere Bands innerhalb kurzer Zeit dieselbe Bühne nutzen. Deshalb spielen die genaue Backline-Belegung, die Positionen der Instrumente und die Anzahl der benötigten Anschlüsse eine größere Rolle. Außerdem müssen mögliche Umbauzeiten berücksichtigt werden. Beispielsweise kann ein Schlagzeug auf einem vorbereiteten Podest stehen, das während des Changeovers auf die Bühne gerollt wird. In diesem Fall muss der Stageplot auch mit der tatsächlichen Produktionsplanung kompatibel sein.
Ein guter Rider sollte deshalb nicht als starres Dokument verstanden werden. Vielmehr ist er die Grundlage für eine technische Abstimmung zwischen Band und Veranstalter.
Typische Fehler beim Stageplot vermeiden
Die Inputliste ist nicht vollständig
Wenn zusätzliche Instrumente, Gesangsmikrofone oder Playback-Signale fehlen, kann die Zahl der tatsächlich benötigten Mischpultkanäle größer sein als ursprünglich geplant. Gerade bei kompakten Digitalmischpulten kann das zum Problem werden. Deshalb sollte jeder Kanal einzeln kontrolliert werden.
Stereo-Signale werden nur als ein Kanal angegeben
Ein Stereo-Keyboard benötigt normalerweise zwei separate Eingangskanäle. Dasselbe gilt für viele Playback-Systeme. Werden solche Signale nicht eindeutig dokumentiert, kann der tatsächliche Kanalbedarf unterschätzt werden.
Der Bühnenplan verwendet keine eindeutige Perspektive
Ohne eine klare Angabe, ob die Bühne aus Publikums- oder Musikersicht dargestellt wird, können linke und rechte Positionen verwechselt werden. Deshalb sollte die verwendete Perspektive direkt auf dem Plan stehen.
Monitorwege fehlen oder sind unklar beschrieben
Die Angabe „vier Monitore“ sagt noch nichts darüber aus, wie viele unabhängige Mischungen benötigt werden. Deshalb sollten Wedges und In-Ear-Systeme mit eindeutigen Bezeichnungen dokumentiert werden.
Die Band fordert unrealistische Technik
Ein Technical Rider sollte die tatsächlich erforderliche Ausstattung beschreiben. Ein kleines Clubkonzert benötigt normalerweise keine überdimensionierten technischen Vorgaben. Umgekehrt sollten wichtige Anforderungen nicht aus falsch verstandener Bescheidenheit weggelassen werden.
Veraltete Dokumente werden verschickt
Wenn sich die Bandbesetzung oder das Equipment verändert hat, müssen Stageplot und Inputliste aktualisiert werden. Deshalb sollte jede Version mit einem Datum versehen sein. Alte Versionen sollten möglichst nicht parallel im Umlauf bleiben.
Zuständigkeiten sind nicht geklärt
Besonders bei Mikrofonen, DI-Boxen und Backline-Komponenten muss eindeutig sein, wer welche Geräte stellt. Ein vollständiger Stageplot ersetzt diese Absprache nicht.
Stageplot und Technical Rider als PDF verschicken
Für den Versand der technischen Unterlagen empfiehlt sich ein gut lesbares PDF. Dieses Format lässt sich auf nahezu allen Geräten öffnen und verhindert, dass sich Layout oder Tabellen beim Empfänger unbeabsichtigt verändern. Für kleinere Bands kann es sinnvoll sein, Stageplot, Inputliste und Technical Rider in einem gemeinsamen Dokument zusammenzufassen. Häufig reichen dafür zwei bis drei übersichtlich gestaltete Seiten aus. Die erste Seite enthält beispielsweise den Bühnenplan mit Bandname, Kontakt und Aktualisierungsdatum. Auf der zweiten Seite folgen die Inputliste sowie die Monitoranforderungen. Weitere technische Informationen können anschließend ergänzt werden.
Wichtig ist, dass die Dateibezeichnung eindeutig ist. Statt einfach „Rider_final_neu2.pdf“ zu verwenden, sollte beispielsweise der Bandname zusammen mit einem Versionsdatum angegeben werden. Dadurch kann die Technikcrew schneller erkennen, welche Fassung aktuell ist.
Fazit: Ein guter Stageplot spart Zeit und macht Bands professioneller
Ein professioneller Bühnenplan ist kein Luxus für große Tourproduktionen. Bereits kleine Coverbands profitieren davon, ihre technischen Anforderungen rechtzeitig und verständlich zu dokumentieren. Wer einen Stageplot erstellen kann, erleichtert dem Veranstalter die Vorbereitung und sorgt gleichzeitig dafür, dass die eigenen Musiker beim Aufbau weniger improvisieren müssen.
Der Stageplot zeigt, wo Musiker, Instrumente, Verstärker und Monitorlautsprecher stehen. Die Inputliste ergänzt alle benötigten Audiosignale und deren Anschlüsse. Der Technical Rider beschreibt schließlich die notwendigen Rahmenbedingungen für PA, Monitoring, Stromversorgung und Backline.
Besonders wichtig ist dabei die Verständlichkeit. Ein übersichtlicher Bühnenplan mit klaren Beschriftungen ist häufig hilfreicher als ein technisch aufwendiges Dokument, in dem sich die entscheidenden Informationen nur schwer finden lassen.
Für eine fünfköpfige Coverband reichen oft bereits eine einfache Bühnenskizze, eine vollständige Inputliste und eine kompakte Übersicht der technischen Anforderungen. Entscheidend ist, dass die Angaben aktuell sind und rechtzeitig mit der zuständigen Crew abgestimmt werden.
Je besser eine Band ihre Technik vorbereitet, desto weniger Zeit verliert sie beim Aufbau und Soundcheck – und desto mehr kann sie sich auf das konzentrieren, worum es beim Konzert eigentlich geht: die Musik.
FAQ: Häufige Fragen zu Stageplot, Inputliste und Technical Rider
Was ist ein Stageplot?
Ein Stageplot ist ein schematischer Bühnenplan, der die Positionen von Musikern, Instrumenten, Verstärkern, Monitorlautsprechern und weiteren technischen Komponenten zeigt. Er hilft Veranstaltern und Technikcrews, den Bühnenaufbau im Voraus zu planen.
Wie kann ich einen Stageplot erstellen?
Ein Stageplot lässt sich bereits mit einem einfachen Grafik- oder Präsentationsprogramm erstellen. Wichtig sind eine klare Bühnendarstellung, die Positionen der Musiker, die benötigte Backline, Mikrofone und Monitorlautsprecher sowie eine eindeutige Angabe der Betrachtungsperspektive.
Was ist der Unterschied zwischen Stageplot und Technical Rider?
Der Stageplot zeigt die räumliche Anordnung der Band auf der Bühne. Der Technical Rider beschreibt dagegen die technischen Anforderungen an den Veranstalter, beispielsweise PA, Monitoring, Stromversorgung und Backline. Beide Dokumente ergänzen sich.
Was gehört in eine Inputliste?
Eine Inputliste enthält sämtliche Audiosignale einer Band. Dazu gehören Kanalnummern, Instrumente, Mikrofone, DI-Boxen, gegebenenfalls die benötigte Phantomspeisung und besondere Anforderungen an die Anschlüsse. Stereoquellen sollten mit ihren einzelnen Kanälen aufgeführt werden.
Wie viele Kanäle benötigt eine fünfköpfige Coverband?
Das hängt von der Besetzung und der Mikrofonierung ab. Unsere Beispielband benötigt neun Eingangskanäle für Schlagzeug, Bass, Gitarre, Stereo-Keyboard und Lead-Gesang. Bei zusätzlichem Background-Gesang, weiteren Schlagzeugmikrofonen oder Playbacks kann die Zahl deutlich steigen.
Muss ein Stageplot maßstabsgetreu sein?
Nein. Ein Stageplot ist in erster Linie eine schematische Darstellung. Die wichtigsten Positionen und technischen Anforderungen müssen erkennbar sein. Bei größeren Produktionen können zusätzliche Abmessungen oder genauere Bühnenangaben erforderlich werden.
Aus welcher Perspektive wird ein Stageplot gezeichnet?
Häufig wird die Bühne aus Sicht des Publikums beziehungsweise des FOH-Mischplatzes dargestellt. Entscheidend ist, dass die gewählte Perspektive eindeutig angegeben wird. Die klassischen Bezeichnungen Stage Left und Stage Right beziehen sich dagegen auf die Sicht eines Musikers, der von der Bühne ins Publikum schaut.
Wie viele Monitorwege muss ich im Technical Rider angeben?
Die Zahl hängt davon ab, wie viele unabhängige Monitormischungen benötigt werden. Drei Monitorlautsprecher können beispielsweise drei getrennte Mixe erhalten. Ein zusätzliches Mono-In-Ear-System benötigt einen weiteren Ausgang, während ein unabhängiger Stereo-IEM-Mix normalerweise zwei entsprechende Kanäle benötigt.
Gehört die Stromversorgung in den Stageplot?
Ja, zumindest die Positionen der benötigten Anschlüsse können sinnvollerweise im Bühnenplan markiert werden. Genauere Anforderungen an Strombedarf, Geräte und Anschlusspunkte sollten zusätzlich im Technical Rider beschrieben werden.
Wer stellt Mikrofone und DI-Boxen bei einem Konzert?
Das hängt von der Vereinbarung zwischen Band und Veranstalter ab. Manche Locations stellen eine vollständige Mikrofonierung und sämtliche DI-Boxen bereit. Bei anderen Veranstaltungen bringt die Band einen Teil der benötigten Technik selbst mit. Deshalb sollten die Zuständigkeiten ausdrücklich dokumentiert werden.
Wann sollte eine Band ihren Technical Rider verschicken?
Möglichst frühzeitig während der Veranstaltungsplanung. Bei kleinen Konzerten können einige Wochen Vorlauf ausreichen, während größere Produktionen oft deutlich früher entsprechende Informationen benötigen. Wichtig ist, dass offene technische Fragen rechtzeitig geklärt werden.
Braucht eine kleine Band überhaupt einen Technical Rider?
Ein umfangreicher Rider ist für eine kleine Band nicht immer notwendig. Eine kurze technische Übersicht mit Stageplot, Inputliste und Monitoring-Anforderungen ist jedoch auch bei kleineren Auftritten hilfreich.
Ist ein Technical Rider rechtlich verbindlich?
Ein Technical Rider ist zunächst eine Beschreibung technischer Anforderungen. Ob und in welchem Umfang diese verbindlich sind, hängt von den getroffenen Vereinbarungen ab. Besonders wichtige oder kostenrelevante Anforderungen sollten deshalb ausdrücklich bestätigt werden.
Was sollte eine Band tun, wenn der Veranstalter die Anforderungen nicht erfüllen kann?
In diesem Fall sollten die Beteiligten frühzeitig nach einer geeigneten Alternative suchen. Möglicherweise lässt sich die Mikrofonierung vereinfachen, ein Monitorweg gemeinsam nutzen oder bestimmte Backline-Technik selbst mitbringen. Entscheidend ist, dass solche Änderungen vor der Veranstaltung abgestimmt werden.
Welches Dateiformat eignet sich für einen Stageplot?
Ein PDF ist besonders praktisch, weil es auf unterschiedlichen Geräten gut lesbar bleibt und sich einfach per E-Mail versenden lässt. Für die weitere Bearbeitung kann die Band zusätzlich die ursprüngliche Grafik- oder Präsentationsdatei aufbewahren.


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