Portable PA-Systeme mit Akku und Bluetooth sind längst mehr als besonders laute Bluetooth-Lautsprecher. Modelle wie der FAME Tour 1 und der Bose S1 Pro Plus verbinden Lautsprecher, Akku, kleines Mischpult und verschiedene Möglichkeiten zur Musikwiedergabe in einem kompakten Gehäuse. Damit eignen sich beide Systeme für Straßenmusik, Singer-Songwriter, Moderationen, Präsentationen, kleinere Veranstaltungen oder einfach als leistungsfähiger Lautsprecher für zu Hause.
Beim Preis liegen allerdings Welten zwischen den beiden Kandidaten. Der FAME Tour 1 kostet aktuell 229 Euro, während für den Bose S1 Pro Plus 649 Euro aufgerufen werden. Damit beträgt der Unterschied stolze 420 Euro. Die entscheidende Frage im Vergleich FAME Tour 1 vs Bose S1 Pro Plus lautet deshalb: Liefert Bose für den erheblichen Mehrpreis tatsächlich die entscheidenden Vorteile – oder bietet der deutlich günstigere FAME bereits alles, was viele Anwender benötigen? Preise: Stand 8. September 2026.
FAME Tour 1 und Bose S1 Pro Plus im technischen Vergleich
Grundsätzlich verfolgen beide Lautsprecher ein sehr ähnliches Konzept. Sowohl FAME als auch Bose kombinieren einen akkubetriebenen Aktivlautsprecher mit drei Eingangskanälen. Zwei davon können Mikrofone beziehungsweise Instrumente aufnehmen, während der dritte Kanal beispielsweise für Bluetooth-Musik vorgesehen ist. Unterschiede zeigen sich jedoch bei Lautsprecherkonzept, Signalbearbeitung, Gewicht und zusätzlichen Funktionen.
| Merkmal | FAME Tour 1 | Bose S1 Pro Plus |
|---|---|---|
| Konzept | Portable Akku-PA | Portable Akku-PA |
| Lautsprecher | 6,5″ Woofer + 1″ Kompressionstreiber, koaxial | 6″ Woofer + 3 × 2,25″ Treiber |
| Verstärkerleistung | 50 W RMS Bass + 17 W Hochton | keine vergleichbare Leistungsangabe |
| angegebener max. SPL | bis 115 dB | bis 109 dB* |
| Kanäle | 3 | 3 |
| Mic-/Instrumenteneingänge | 2 × XLR/6,3-mm-Kombi | 2 × XLR/6,3-mm-Kombi |
| Bluetooth | 5.3 | 5.0 |
| TWS/Stereokopplung | ja | ja |
| EQ | 3-Band-EQ | EQ + ToneMatch |
| Effekte | Reverb, Echo/Delay, Chorus, Flanger | Reverb, ToneMatch |
| App-Steuerung | ja | ja |
| USB-Recording | ja | nein |
| Kopfhörerausgang | ja | nein |
| Akku | bis 12 Stunden bei 50 % Lautstärke | bis 11 Stunden |
| Wechselbarer Akku | ja | ja |
| Gewicht | ca. 8,4 kg | ca. 6,5 kg |
| Abmessungen | 246 × 280 × 332 mm | ca. 280 × 240 × 333 mm |
| 35-mm-Stativflansch | ja | ja |
| Schutzcover | inklusive | nicht inklusive |
| Besonderheit | USB-Recording, viele Effekte, umfangreiche Anschlüsse | Auto EQ, ToneMatch, optionale Wireless-Sender |
| aktueller Preis | 229 Euro | 649 Euro |
*Die Schalldruckangaben sollte man nicht überbewerten. Solche Hersteller- und Händlerangaben sind wegen unterschiedlicher Messverfahren nicht immer unmittelbar miteinander vergleichbar. Gerade die Zahlen 115 und 109 Dezibel sollten deshalb nicht automatisch als Beweis verstanden werden, dass der FAME in der Praxis grundsätzlich lauter als der Bose ist.
Lautsprecherkonzept: Koaxial gegen Bose-Multi-Driver
Der FAME Tour 1 arbeitet mit einem 6,5-Zoll-Woofer und einem 1-Zoll-Kompressionstreiber in koaxialer Anordnung. Für den Bassbereich stehen 50 Watt RMS bereit, während der Hochtonzweig mit 17 Watt RMS versorgt wird. In unserem ausführlichen FAME-Tour-1-Test zeigte sich das als sinnvoller Kompromiss zwischen Mobilität und erreichbarem Pegel. Für Sprache, akustische Instrumente, Gesang und Hintergrundmusik besitzt die kleine PA genügend Reserven, ohne dabei in die Größenklasse traditioneller 10-, 12- oder 15-Zoll-PA-Boxen vorzudringen.
Bose verfolgt beim S1 Pro Plus ein anderes Konzept. Hier arbeitet ein 6-Zoll-Woofer zusammen mit drei 2,25-Zoll-Treibern. Hinzu kommt eine nominelle Abstrahlung von 120 × 50 Grad. Besonders interessant ist außerdem der integrierte Auto EQ. Das System erkennt seine Aufstellung und passt die Klangabstimmung entsprechend an. Der Bose kann aufrecht, angewinkelt, horizontal beziehungsweise als Monitor oder auf einem Lautsprecherstativ eingesetzt werden. Gerade Anwender, die häufig zwischen unterschiedlichen Aufstellungen wechseln, erhalten damit einen Komfortvorteil.
Mixer und Anschlüsse: Beide sind kleine All-in-one-PA-Systeme
Beim Grundaufbau liegen FAME Tour 1 und Bose S1 Pro Plus erstaunlich nah beieinander. Zwei XLR-/Klinken-Kombibuchsen erlauben jeweils den Anschluss von Mikrofonen oder Instrumenten. Damit ist das klassische Singer-Songwriter-Setup problemlos möglich: Gesangsmikrofon an Kanal 1, Gitarre an Kanal 2 und beispielsweise ein Playback über Bluetooth auf Kanal 3.
Beim FAME stehen zusätzlich ein 3-Band-EQ pro Kanal sowie Reverb, Echo beziehungsweise Delay, Chorus und Flanger zur Verfügung. Hinzu kommen AUX-Eingänge, Line-Out und ein Kopfhörerausgang. Besonders ungewöhnlich für diese Preisklasse ist das integrierte USB-Recording. Ein Auftritt, eine Probe oder eine musikalische Idee kann direkt auf einem USB-Speichermedium aufgezeichnet werden. USB-Anschlüsse können außerdem mobile Geräte mit Strom versorgen.
Bose konzentriert sich stärker auf einen möglichst komfortablen Workflow. Die beiden Hauptkanäle verfügen über EQ, Reverb und die hauseigene ToneMatch-Technologie. Über die Bose App lassen sich zusätzliche Einstellungen beziehungsweise ToneMatch-Presets abrufen. Direkt am Lautsprecher helfen kleine OLED-Anzeigen bei der Bedienung. Das wirkt besonders dann attraktiv, wenn möglichst wenig manuell eingerichtet werden soll.
Der große Bose-Vorteil: optionale Wireless-Sender
Eines der interessantesten Argumente für den Bose S1 Pro Plus sind die integrierten Empfänger für optionale Bose-Funksender. Es gibt passende Sender für Mikrofone und Instrumente. Sie können direkt mit der S1 Pro Plus gekoppelt und am Lautsprecher aufbewahrt beziehungsweise geladen werden. Dadurch lässt sich beispielsweise ein Funkmikrofon betreiben, ohne einen separaten externen Empfänger neben der PA aufbauen zu müssen.
Gerade für professionelle Moderationen, Präsentationen, kleinere Firmenveranstaltungen oder mobile Musiker kann das enorm praktisch sein. Wer regelmäßig aufbaut und abbaut, weiß schließlich, dass jedes eingesparte Kabel und jedes nicht benötigte Zusatzgerät den Workflow verbessert.
Der FAME Tour 1 besitzt eine solche integrierte Funklösung nicht. Drahtlose Mikrofon- oder Instrumentensysteme lassen sich selbstverständlich anschließen, benötigen dann jedoch ihren eigenen Empfänger.
Gewicht und Transport: Bose gewinnt deutlich
Beim mobilen Einsatz spielt nicht nur die Größe, sondern insbesondere das Gewicht eine Rolle. Hier hat der Bose einen klaren Vorteil. Mit rund 6,5 Kilogramm ist der S1 Pro Plus ungefähr 1,9 Kilogramm leichter als der rund 8,4 Kilogramm schwere FAME Tour 1. Bose gibt Abmessungen von ungefähr 33,3 × 23,9 × 27,9 Zentimetern an. Beide Systeme bleiben damit ausgesprochen kompakt.
Wer seine PA täglich von Auftritt zu Auftritt trägt, wird den Unterschied von knapp zwei Kilogramm durchaus bemerken. Beim FAME gehört dafür aktuell ein Schutzcover zum Lieferumfang beziehungsweise zum angebotenen Produktpaket. Für Straßenmusiker oder mobile Künstler ist das ein durchaus relevanter Mehrwert.
Akku: FAME Tour 1 und Bose S1 Pro Plus nahezu gleichauf
Auch beim Akkubetrieb liegen beide Systeme dicht zusammen. Für den FAME Tour 1 werden bis zu zwölf Stunden bei 50 Prozent Lautstärke angegeben. Bose nennt bis zu elf Stunden Wiedergabezeit. Beim Bose liegt die Ladezeit laut Hersteller bei rund fünf Stunden. In der Praxis hängt die Laufzeit beider Systeme selbstverständlich stark von Lautstärke, Programmmaterial und weiteren Funktionen ab.
Beide Systeme verfügen über einen wechselbaren Akku. Gerade für professionelle Anwender ist das langfristig wichtiger als eine theoretische Stunde mehr oder weniger Laufzeit. Ein gealterter Akku bedeutet dadurch nicht automatisch das Ende der mobilen Nutzung des gesamten Lautsprechers.
FAME Tour 1 vs Bose S1 Pro Plus für Straßenmusik
FAME Tour 1: Besonders stark beim Preis-Leistungs-Verhältnis
Für Straßenmusiker ist der FAME Tour 1 ausgesprochen interessant. Zwei Mikrofon-/Instrumenteneingänge, Bluetooth, Akku, EQ und Effekte ergeben bereits ein vollständiges Singer-Songwriter-System. Im Test funktionierte beispielsweise das typische Setup mit Gesang, Instrument und Bluetooth-Zuspielung schlüssig. Zusätzlich reduzieren USB-Recording, Smartphone-Ladefunktion und das mitgelieferte Cover den Bedarf an weiterem Equipment.
Vor allem der Preis ist schwer zu ignorieren. Für aktuell 229 Euro erhält man sehr viel PA-Funktionalität. Selbst zwei FAME Tour 1 kosten zum aktuellen Einzelpreis zusammen noch weniger als ein Bose S1 Pro Plus. Über TWS können zwei Tour 1 drahtlos miteinander verbunden werden. Dadurch lässt sich das System später erweitern, wenn mehr Fläche oder Stereo gefragt ist.
Bose S1 Pro Plus: Komfortabler für häufige professionelle Einsätze
Wer dagegen sehr häufig auftritt, profitiert beim Bose vom geringeren Gewicht, Auto EQ, ToneMatch und insbesondere von der optionalen Funkintegration. Mikrofon oder Gitarre drahtlos mit dem Lautsprecher zu verbinden, ohne einen separaten Funkempfänger aufbauen zu müssen, ist unterwegs äußerst komfortabel.
Für preisbewusste Straßenmusiker sehen wir daher den FAME Tour 1 vorne. Wer dagegen häufig professionell unterwegs ist und möglichst wenig verkabeln beziehungsweise einrichten möchte, findet beim Bose S1 Pro Plus überzeugende Argumente für den Mehrpreis.
Welche Akku-PA eignet sich besser für zu Hause?
Für den Heimgebrauch verschiebt sich das Verhältnis noch stärker in Richtung FAME. Wer Musik per Bluetooth hören, gelegentlich eine Gitarre anschließen, singen, proben oder einen Film beziehungsweise Fernseher über einen kräftigeren Lautsprecher wiedergeben möchte, benötigt viele der professionellen Komfortfunktionen des Bose möglicherweise gar nicht.
In unserem FAME Tour 1 Test funktionierte die Bluetooth-Verbindung sowohl mit dem Smartphone als auch mit einem Fernseher problemlos. Zusätzlich besitzt der Tour 1 einen Kopfhörerausgang. USB-Recording kann wiederum für Musiker interessant sein, die Proben oder Ideen unkompliziert aufnehmen möchten.
Der Bose punktet zu Hause dagegen mit seinem niedrigeren Gewicht, der automatischen Klanganpassung und seinem einfachen Bedienkonzept. Klangkomfort und Bedienung stehen stärker im Vordergrund. Gemessen am Preis ist er für die reine heimische Musikwiedergabe oder gelegentliche Probe jedoch eine deutlich größere Investition.
Für Zuhause und Hobbyraum besitzt der FAME Tour 1 deshalb das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Moderationen, Präsentationen und Vereinsveranstaltungen
Bei Moderationen benötigen wir in erster Linie eine verständliche Stimme, eine schnelle Inbetriebnahme und möglichst wenig zusätzliche Technik. Genau hierfür funktionieren beide Systeme gut.
Der FAME Tour 1 bietet für 229 Euro bereits zwei Mikrofoneingänge, EQ, Akku und ausreichend flexible Aufstellungsmöglichkeiten. Für eine Vereinsveranstaltung, eine Präsentation, einen kleinen Vortrag, eine Hochzeit oder ähnliche Anwendungen kann das vollkommen ausreichend sein. Ein zweites System lässt sich bei Bedarf ergänzen.
Beim Bose S1 Pro Plus spielt dagegen erneut das optionale Funksystem seine Stärke aus. In Verbindung mit einem passenden Bose-Funksender entsteht ein ausgesprochen kompaktes Moderationssystem. Hinzu kommen Auto EQ und ToneMatch. Besonders Dienstleister oder Unternehmen, die häufig wechselnde Nutzer mit dem System arbeiten lassen, dürften die unkomplizierte Bedienung schätzen.
Für gelegentliche Moderationen würden wir den FAME wählen. Für häufige professionelle Einsätze besitzt der Bose den komfortableren Workflow.
Kleine Veranstaltungen und mobile Klein-PA
Eine Hochzeit im kleinen Rahmen, Sektempfang, Firmenpräsentation, Ausstellung, akustisches Konzert oder kleinere private Feier gehören zum klassischen Einsatzbereich dieser Lautsprecher. Trotzdem sollte man die physikalischen Grenzen beider Systeme realistisch betrachten. Ein 6- beziehungsweise 6,5-Zoll-Lautsprecher ersetzt keine ausgewachsene Fullrange-PA und erst recht kein System mit Subwoofer. Für basslastige elektronische Musik und hohe Pegel vor vielen Gästen sind daher beide Systeme nur eingeschränkt gedacht. Für Sprache, Hintergrundmusik und kleinere Live-Auftritte funktionieren beide Konzepte dagegen gut. FAME bietet hier besonders viel Ausstattung fürs Geld. Bose punktet mit breiter Abstrahlung, automatischer EQ-Anpassung, geringerem Gewicht und einem insgesamt stärker auf professionelle Plug-and-play-Anwendungen ausgelegten Workflow. Bose selbst positioniert das S1 Pro Plus unter anderem für kleinere DJ-Events, Präsentationen und vergleichbare mobile Beschallungsaufgaben.
Preis-Leistung: Hier setzt der FAME Tour 1 den Bose massiv unter Druck
Der vielleicht spannendste Punkt im Vergleich FAME Tour 1 vs Bose S1 Pro Plus ist der Preis. Aktuell stehen 229 Euro für den FAME 649 Euro für den Bose gegenüber. Der Bose kostet damit 420 Euro mehr.
Dabei verzichtet der FAME keineswegs auf die Kernfunktionen. Drei Kanäle, zwei Mic-/Instrumenteneingänge, Bluetooth, TWS, Akku, App-Unterstützung, EQ, Effekte und Stativflansch sind vorhanden. Teilweise bietet er mit USB-Recording, Kopfhörerausgang und den zusätzlichen Effekten sogar Funktionen, die beim Bose fehlen. Der Bose rechtfertigt seinen Aufpreis deshalb weniger durch eine grundsätzlich andere Geräteklasse als vielmehr durch Komfort, geringeres Gewicht, die ToneMatch-Integration, Auto EQ, die aufwendigere App-Einbindung und das optionale Wireless-Ökosystem. Genau deshalb hängt die Kaufentscheidung stark davon ab, wie häufig und professionell die PA eingesetzt wird. Wer das System mehrmals pro Woche transportiert, aufbaut und wieder einpackt, kann von jedem eingesparten Kilogramm und jedem vermiedenen Kabel profitieren. Bei gelegentlichen Gigs, Straßenmusik, Proben oder privaten Veranstaltungen ist der enorme Preisvorteil des FAME dagegen kaum zu übersehen.
FAME Tour 1 oder Bose S1 Pro Plus: Welcher Lautsprecher für wen?
- Für Zuhause: FAME Tour 1. Der deutlich niedrigere Preis, Bluetooth, Kopfhörerausgang und USB-Recording machen ihn besonders vielseitig.
- Für Straßenmusik mit kleinem Budget: FAME Tour 1. Mikrofon, Gitarre und Playback lassen sich ohne zusätzliches Mischpult betreiben.
- Für professionelle Straßenmusiker: Bose S1 Pro Plus kann sich lohnen, insbesondere wegen des niedrigeren Gewichts und der optionalen Funkintegration.
- Für Moderationen und Präsentationen: Beide. FAME punktet beim Preis, Bose beim Komfort und beim möglichen Wireless-Workflow.
- Für Vereine und gelegentliche Veranstaltungen: FAME Tour 1. Die benötigten Grundfunktionen sind bereits vorhanden, während der Anschaffungspreis niedrig bleibt.
- Für häufig wechselnde professionelle Einsätze: Bose S1 Pro Plus. Auto EQ, ToneMatch, App und Funkoptionen reduzieren den Aufwand beim Aufbau.
- Für das beste reine Preis-Leistungs-Verhältnis: FAME Tour 1.
Fazit: FAME Tour 1 oder Bose S1 Pro Plus?
Der Vergleich FAME Tour 1 vs Bose S1 Pro Plus zeigt vor allem, wie viel Ausstattung inzwischen in einer günstigen mobilen Akku-PA stecken kann. Der FAME Tour 1 bietet für aktuell 229 Euro drei Kanäle, zwei Mikrofon-/Instrumenteneingänge, Bluetooth 5.3, TWS, EQ, mehrere Effekte, USB-Recording, Kopfhörerausgang, App-Unterstützung und einen wechselbaren Akku. In unserem Praxistest konnte er zudem bei Bluetooth, Bedienung und erreichbarer Lautstärke überzeugen.
Der Bose S1 Pro Plus ist dennoch nicht einfach nur die teurere Variante desselben Konzepts. Mit nur etwa 6,5 Kilogramm ist er deutlich leichter. Auto EQ, ToneMatch, drehbare OLED-Anzeigen, die umfangreiche App-Steuerung und insbesondere die optionalen integrierbaren Funkstrecken machen ihn zu einem sehr komfortablen Werkzeug für Musiker, Moderatoren und mobile Dienstleister.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sehen wir den FAME Tour 1 klar vorne. Für Zuhause, Straßenmusik, Proben, kleinere Gigs und gelegentliche Moderationen bekommt man erstaunlich viel portable PA für vergleichsweise wenig Geld. Der Bose S1 Pro Plus lohnt sich insbesondere dann, wenn die Anlage häufig professionell genutzt wird und geringes Gewicht, schneller Aufbau, Auto EQ und drahtlose Mikrofon- beziehungsweise Instrumentenlösungen wichtiger sind als ein möglichst niedriger Anschaffungspreis.
Der interessante Punkt ist deshalb: Man zahlt beim Bose nicht primär für „dreimal so viel PA“, sondern vor allem für Komfort, Integration und einen professionell optimierten Workflow. Wer diese Vorteile benötigt, bekommt mit dem S1 Pro Plus ein überzeugendes mobiles System. Wer sie nicht benötigt, findet im FAME Tour 1 eine ausgesprochen starke und deutlich günstigere Alternative.
FAQ: FAME Tour 1 vs Bose S1 Pro Plus
Welcher ist besser – FAME Tour 1 oder Bose S1 Pro Plus?
Das hängt vom Einsatzbereich ab. Der FAME Tour 1 bietet das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich besonders für Hobbyanwender, Straßenmusiker, Proben und kleinere Veranstaltungen. Der Bose S1 Pro Plus bietet dagegen mehr Komfort, weniger Gewicht, Auto EQ, ToneMatch und die Möglichkeit, optionale Bose-Funksender direkt in das System zu integrieren.
Welcher Lautsprecher eignet sich besser für Straßenmusik?
Für preisbewusste Straßenmusiker ist der FAME Tour 1 besonders attraktiv. Gesangsmikrofon, Gitarre und Bluetooth-Playback lassen sich gleichzeitig verwenden. Professionelle Straßenmusiker, die besonders häufig unterwegs sind, können dagegen vom geringeren Gewicht und den optionalen Wireless-Sendern des Bose profitieren.
Ist der FAME Tour 1 lauter als der Bose S1 Pro Plus?
Für den FAME werden bis zu 115 dB maximaler Schalldruck angegeben, während in den technischen Angaben zum Bose S1 Pro Plus 109 dB genannt werden. Daraus sollte jedoch kein direkter Lautstärkevergleich abgeleitet werden, da solche Angaben je nach Messverfahren und Testbedingungen unterschiedlich ermittelt werden können.
Kann ich an beide Systeme gleichzeitig Mikrofon und Gitarre anschließen?
Ja. Sowohl der FAME Tour 1 als auch der Bose S1 Pro Plus besitzen zwei XLR-/6,3-mm-Kombibuchsen für Mikrofone beziehungsweise Instrumente. Zusätzlich kann Musik beispielsweise über Bluetooth zugespielt werden.
Welcher Akku hält länger?
Die nominellen Angaben liegen sehr dicht beieinander. Beim FAME Tour 1 werden bis zu zwölf Stunden bei 50 Prozent Lautstärke angegeben, beim Bose S1 Pro Plus bis zu elf Stunden. Die tatsächliche Laufzeit hängt in beiden Fällen stark von Lautstärke und Nutzung ab.
Kann ich zwei FAME Tour 1 oder zwei Bose S1 Pro Plus miteinander verbinden?
Ja. Beide Systeme unterstützen eine drahtlose Kopplung zweier Lautsprecher für eine breitere Wiedergabe beziehungsweise Stereo-Anwendungen. Beim FAME erfolgt dies über TWS; auch der Bose S1 Pro Plus unterstützt True Wireless Stereo.
Lohnt sich der Mehrpreis des Bose S1 Pro Plus?
Für gelegentliche Nutzung ist der Mehrpreis schwerer zu rechtfertigen, da der FAME bereits die wichtigsten PA-Funktionen bietet. Für professionelle Anwender kann sich der Bose dagegen lohnen, wenn geringes Gewicht, Auto EQ, ToneMatch, schnelle Einrichtung und die Integration drahtloser Mikrofon- oder Instrumentensender regelmäßig genutzt werden.




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