Aktive PA-Boxen dominieren inzwischen viele kleinere Beschallungsanlagen. Trotzdem haben passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro weiterhin ihre Berechtigung. Vor allem Bands, Veranstalter, Vereine und Betreiber fester Installationen profitieren davon, Lautsprecher und Endstufe unabhängig voneinander auswählen und bei Bedarf einzeln austauschen zu können.
Gerade in der Preisklasse bis 500 Euro gibt es einige erstaunlich leistungsfähige Modelle. Allerdings sollte man sich nicht allein von möglichst hohen Watt-Angaben beeindrucken lassen. Wirkungsgrad, maximaler Schalldruck, Abstrahlverhalten, Gehäusekonstruktion und Gewicht sind mindestens ebenso wichtig.
Für unsere Auswahl der besten passiven PA-Lautsprecher bis 500 Euro haben wir deshalb fünf unterschiedliche Kandidaten herausgesucht. Sie reichen vom leichten 12-Zoll-Topteil bis zum bassstarken 15-Zoll-Fullrange-Lautsprecher.
Passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro: Worauf sollte man achten?
Anders als eine Aktivbox besitzt ein passiver Lautsprecher keine eingebaute Endstufe. Deshalb benötigt man zusätzlich einen passenden Leistungsverstärker beziehungsweise eine Systemendstufe. Das macht die Anlage zwar etwas komplexer, bietet gleichzeitig jedoch deutlich mehr Freiheit bei der Zusammenstellung des Systems.
Besonders wichtig ist die Impedanz. Alle Lautsprecher in unserer Auswahl arbeiten mit einer Nennimpedanz von 8 Ohm. Die eingesetzte Endstufe sollte deshalb ihre Leistung an 8 Ohm zuverlässig bereitstellen können.
Außerdem lohnt sich ein Blick auf den maximalen Schalldruckpegel. Werte zwischen etwa 122 und 128 dB zeigen bereits, dass die hier vorgestellten Lautsprecher deutlich oberhalb typischer HiFi-Pegel arbeiten können. Dennoch ersetzt ein hoher Maximalpegel keine saubere Systemplanung.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Größe des Tieftöners. Ein 12-Zoll-Lautsprecher ist häufig kompakter und eignet sich hervorragend in Kombination mit einem Subwoofer. Ein 15-Zoll-Modell reicht dagegen meist weiter in den Bassbereich hinunter und kann bei kleineren Veranstaltungen teilweise auch ohne zusätzlichen Subwoofer eingesetzt werden.
Die fünf besten passiven PA-Lautsprecher bis 500 Euro im Überblick
| Modell | Tieftöner | Belastbarkeit | Max. SPL | Gewicht | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|---|
| Electro-Voice ELX200-12 | 12″ | 300 W Continuous / 1.200 W Peak | 128 dB | 15,2 kg | 469 € |
| HK Audio PREMIUM PR 12 | 12″ | 400 W RMS / 800 W Program | 128 dB | 18,2 kg | 489 € |
| Yamaha CBR15 | 15″ | 250 W RMS / 500 W Program | 126 dB | 17,7 kg | 449 € |
| dB Technologies LVX P12 | 12″ | 400 W RMS / 800 W Peak | 127 dB | 15,1 kg | 319 € |
| Fame MT 15 MKII | 15″ | 300 W RMS / 600 W Peak | 122 dB | ca. 29 kg | 245 € |
Preise können sich jederzeit ändern.
Platz 1: Electro-Voice ELX200-12 – unser Allround-Tipp
Der Electro-Voice ELX200-12 ist für uns einer der interessantesten passiven PA-Lautsprecher bis 500 Euro. Der 12-Zoll-Zweiwege-Lautsprecher verbindet einen vergleichsweise hohen maximalen Schalldruck mit erstaunlich geringem Gewicht.
Der ELX200-12 erreicht maximal 128 dB SPL und ist mit 300 Watt Dauerleistung beziehungsweise 1.200 Watt Peak belastbar. Besonders interessant ist außerdem der DH-1L-Titan-Kompressionstreiber im Hochtonbereich. Zusammen mit dem EVS-12M-Tieftöner und dem SST-Waveguide ergibt sich ein Abstrahlwinkel von 90 × 60 Grad.
Mit lediglich 15,2 Kilogramm bleibt das Gehäuse erstaunlich transportfreundlich. Genau das macht den ELX200-12 für mobile Bands und kleinere Veranstaltungstechnik-Dienstleister interessant. Drei integrierte Griffe erleichtern zusätzlich den Aufbau.
Der Frequenzbereich reicht bei -10 dB von 51 Hz bis 20 kHz. Für Sprache, Gesang und viele Live-Anwendungen reicht das problemlos aus. Wer allerdings elektronische Musik oder eine komplette Rockband mit entsprechendem Tiefbass übertragen möchte, sollte den ELX200-12 mit einem Subwoofer kombinieren.
Electro-Voice ELX200-12 – technische Daten
- 12-Zoll-Tieftöner
- 1-Zoll-Titan-Kompressionstreiber
- 300 Watt Continuous
- 1.200 Watt Peak
- 128 dB maximaler SPL
- Frequenzbereich: 51 Hz bis 20 kHz (-10 dB)
- Abstrahlung: 90 × 60 Grad
- Impedanz: 8 Ohm
- 2 × NL4-Anschluss
- Gewicht: 15,2 kg
- Preis: ca. 469 Euro
Für wen eignet sich der Electro-Voice ELX200-12?
Vor allem für Bands, mobile Beschaller und Musiker, die einen hochwertigen 12-Zoll-Lautsprecher suchen, ist der ELX200-12 interessant. In Verbindung mit einem passenden Subwoofer lässt sich daraus ein sehr leistungsfähiges kompaktes PA-System aufbauen.
Unsere Einschätzung: Der ausgewogenste Kandidat unserer Auswahl und deshalb Platz eins.
Platz 2: HK Audio PREMIUM PR 12 – kräftiges 12-Zoll-Topteil
Etwas klassischer aufgebaut ist der HK Audio PREMIUM PR 12. Während viele moderne portable PA-Boxen Kunststoffgehäuse verwenden, steckt der Lautsprecher in einem Holzgehäuse. Damit bringt er zwar 18,2 Kilogramm auf die Waage, macht zugleich jedoch einen sehr robusten Eindruck.
Besonders interessant sind die 400 Watt RMS Belastbarkeit sowie ein maximaler Schalldruck von 128 dB. Das 60 × 40 Grad abstrahlende Horn ist vergleichsweise eng ausgelegt. Dadurch eignet sich die Box sehr gut, wenn Schall gezielter in Richtung Publikum übertragen werden soll.
Der Frequenzbereich beginnt bei rund 60 Hz. Für einen 12-Zoll-Lautsprecher ist das ordentlich, dennoch würden wir das Modell bei einer kompletten Band-PA bevorzugt mit einem Subwoofer kombinieren.
Praktisch ist außerdem der DuoTilt-Hochständerflansch. Dadurch lässt sich die Box leicht nach unten neigen. Gerade wenn der Lautsprecher auf einem hohen Stativ steht, kann das die Publikumsabdeckung erheblich verbessern.
HK Audio PREMIUM PR 12 – technische Daten
- 12-Zoll-Tieftöner
- 1-Zoll-Hochtontreiber
- 400 Watt RMS
- 800 Watt Program
- 128 dB maximaler SPL
- Frequenzbereich: ca. 60 Hz bis 19 kHz
- Abstrahlung: 60 × 40 Grad
- Impedanz: 8 Ohm
- 2 × Speakon
- Holzgehäuse
- DuoTilt-Stativaufnahme
- Gewicht: 18,2 kg
- Preis: ca. 489 Euro
Für wen eignet sich die HK Audio PREMIUM PR 12?
Das Modell ist besonders interessant für Live-Bands und Anwender, die ein klassisches, robustes 12-Zoll-Topteil mit ordentlich Headroom suchen. Auch für Gesangsanlagen und kleinere Club-PA-Systeme ist die PREMIUM PR 12 eine gute Wahl.
Unsere Einschätzung: Sehr kräftiges und solides Topteil mit professionellem Beschallungscharakter.
Platz 3: Yamaha CBR15 – viel Bass bei erstaunlich niedrigem Gewicht
Wer möglichst viel Fullrange-Potenzial ohne zusätzlichen Subwoofer sucht, sollte sich die Yamaha CBR15 genauer ansehen. Ihr 15-Zoll-Tieftöner reicht bis etwa 46 Hz hinunter und bietet damit ein ordentliches Fundament.
Der Lautsprecher erreicht bis zu 126 dB SPL und verträgt 250 Watt RMS, 500 Watt Program beziehungsweise 1.000 Watt Peak. Eine integrierte Schutzschaltung schützt außerdem den Hochtontreiber bei hoher Belastung.
Interessant ist vor allem das Verhältnis aus Größe und Gewicht. Trotz des 15-Zoll-Tieftöners wiegt die CBR15 lediglich rund 17,7 Kilogramm. Damit ist sie sogar leichter als manche 12-Zoll-Holzbox.
Das Abstrahlverhalten beträgt 90 × 60 Grad. Dadurch eignet sich die CBR15 besonders gut für kleinere bis mittlere Räume, in denen eine relativ breite Publikumsfläche beschallt werden soll.
Yamaha CBR15 – technische Daten
- 15-Zoll-Tieftöner
- 1-Zoll-Hochtöner
- 250 Watt RMS
- 500 Watt Program
- 1.000 Watt Peak
- 126 dB maximaler SPL
- Frequenzbereich: ca. 46 Hz bis 20 kHz
- Abstrahlung: 90 × 60 Grad
- Impedanz: 8 Ohm
- Kunststoffgehäuse
- 35-mm-Stativflansch
- Gewicht: 17,7 kg
- Preis: ca. 449 Euro
Für wen eignet sich die Yamaha CBR15?
Die CBR15 ist eine interessante Lösung für kleinere Bands, Sprachbeschallungen, mobile DJs und Proberäume, wenn zunächst auf einen Subwoofer verzichtet werden soll.
Natürlich kann auch ein 15-Zoll-Fullrange-Lautsprecher keinen leistungsfähigen PA-Subwoofer vollständig ersetzen. Für kleinere Veranstaltungen bringt die Yamaha jedoch bereits von sich aus deutlich mehr Fundament mit als viele 12-Zoll-Konstruktionen.
Unsere Einschätzung: Besonders empfehlenswert, wenn möglichst viel Bass aus einer einzelnen Fullrange-Box kommen soll.
Platz 4: dB Technologies LVX P12 – starker Preis-Leistungs-Tipp
Der dB Technologies LVX P12 fällt in diesem Vergleich vor allem durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Trotz eines vergleichsweise günstigen Preises bietet der passive 12-Zoll-Lautsprecher professionelle Eckdaten.
Seine Belastbarkeit liegt bei 400 Watt RMS beziehungsweise 800 Watt Peak. Gleichzeitig erreicht die LVX P12 bis zu 127 dB SPL. Der Frequenzbereich beginnt bei etwa 65 Hz und reicht bis über 20 kHz.
Besonders interessant ist das drehbare Horn. Dadurch lässt sich das Abstrahlverhalten auch bei horizontaler Montage sinnvoll anpassen. Das macht die LVX P12 nicht nur als klassisches Topteil interessant, sondern ebenso für Festinstallationen oder den Einsatz als Monitor.
Das Gehäuse besteht aus Sperrholz. Trotzdem bleibt das Gewicht mit rund 15,1 Kilogramm angenehm niedrig. Hinzu kommen zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für Installationen.
dB Technologies LVX P12 – technische Daten
- 12-Zoll-Tieftöner
- 1-Zoll-Hochtonsystem
- 400 Watt RMS
- 800 Watt Peak
- 127 dB maximaler SPL
- Frequenzbereich: ca. 65 Hz bis 21 kHz
- Abstrahlung: 90 × 60 Grad
- drehbares Horn
- Impedanz: 8 Ohm
- Speakon Ein- und Ausgang
- Sperrholzgehäuse
- Gewicht: ca. 15,1 kg
- Preis: ca. 319 Euro
Für wen eignet sich die dB Technologies LVX P12?
Die LVX P12 ist besonders attraktiv für Bands, Proberäume, Festinstallationen und preisbewusste Veranstaltungstechniker. Wer ohnehin Subwoofer einsetzen möchte, erhält hier für vergleichsweise wenig Geld ein leistungsfähiges 12-Zoll-Topteil.
Unsere Einschätzung: Einer der stärksten Preis-Leistungs-Kandidaten in dieser Preisklasse.
Platz 5: Fame MT 15 MKII – unser Budget-Tipp
Mit der Fame MT 15 MKII schafft es ein besonders preisgünstiger 15-Zoll-Lautsprecher in unsere Auswahl der besten passiven PA-Lautsprecher bis 500 Euro. Mit einem Preis von etwa 245 Euro bleibt sogar genügend Budget für eine Endstufe, Lautsprecherstative oder weiteres Zubehör.
Dabei handelt es sich keineswegs um eine kleine Kompaktbox. Die passive Zweiwege-Fullrange-Box kombiniert einen 15-Zoll-Tieftöner mit einem 1,5-Zoll-Hochtöner und erreicht eine Belastbarkeit von 300 Watt RMS beziehungsweise 600 Watt Peak.
Der maximale Schalldruck liegt bei rund 122 dB. Damit erreicht die Fame zwar nicht ganz die Pegelreserven der teureren Kandidaten, für Proberaum, kleinere Veranstaltungen und moderate Live-Anwendungen ist das jedoch durchaus praxisgerecht.
Besonders interessant ist der angegebene Frequenzgang bis hinunter zu rund 45 Hz. Dadurch besitzt die MT 15 MKII für ihre Preisklasse ordentlich Tiefgang. Bei kleineren Veranstaltungen, im Proberaum oder zur Verstärkung von Keyboards und anderen Instrumenten kann sie deshalb durchaus ohne zusätzlichen Subwoofer eingesetzt werden.
Auch beim Gehäuse wurde nicht auf eine reine Leichtbaukonstruktion gesetzt. Fame verwendet ein robustes Multiplexgehäuse mit widerstandsfähiger Beschichtung und Stahlgitter. Das macht die Box robust, allerdings auch vergleichsweise schwer.
Mit rund 29 Kilogramm ist die MT 15 MKII der schwerste Lautsprecher in unserem Vergleich. Wer regelmäßig alleine auf- und abbaut, sollte diesen Punkt deshalb unbedingt berücksichtigen.
Das Abstrahlverhalten von 90 × 50 Grad eignet sich gut für typische kleinere bis mittlere Beschallungsaufgaben. Darüber hinaus besitzt die Box integrierte Tragegriffe, einen Hochständerflansch sowie zwei Speaker-Twist-Anschlüsse.
Fame MT 15 MKII – technische Daten
- 15-Zoll-Tieftöner
- 1,5-Zoll-Hochtöner
- 300 Watt RMS
- 600 Watt Peak
- 122 dB maximaler SPL
- Frequenzgang: ca. 45 Hz bis 18 kHz
- Abstrahlung: 90 × 50 Grad
- Empfindlichkeit: ca. 97 dB
- Impedanz: 8 Ohm
- 2 × Speaker-Twist IN/OUT
- Multiplexgehäuse
- Hochständerflansch
- Gewicht: ca. 29 kg
- Preis: ca. 245 Euro
Für wen eignet sich die Fame MT 15 MKII?
Die Fame MT 15 MKII ist vor allem für Einsteiger, Bands mit begrenztem Budget, Proberäume, kleinere Clubs und Musiker mit bereits vorhandener Endstufe interessant.
Auch für Keyboard-Setups oder als preiswerte Fullrange-Box kann das 15-Zoll-Konzept sinnvoll sein. Gegenüber deutlich teureren Modellen muss man beim maximalen Schalldruck und beim Gewicht einige Abstriche akzeptieren.
Dafür bekommt man für vergleichsweise wenig Geld eine ausgewachsene passive 15-Zoll-Fullrange-Box mit 300 Watt RMS Belastbarkeit und robustem Holzgehäuse.
Unsere Einschätzung: Der klare Budget-Tipp unseres Vergleichs. Wer möglichst viel passive PA-Box für wenig Geld sucht und mit dem höheren Gewicht leben kann, sollte die Fame MT 15 MKII auf die Kandidatenliste setzen.
12 Zoll oder 15 Zoll – welche passive PA-Box ist besser?
Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Wer ohnehin einen oder mehrere Subwoofer verwendet, fährt mit einem guten 12-Zoll-Topteil häufig besser. Das geringere Gewicht erleichtert den Transport, während der Subwoofer die tiefen Frequenzen übernimmt.
Deshalb sind beispielsweise der Electro-Voice ELX200-12, die HK Audio PREMIUM PR 12 und die dB Technologies LVX P12 hervorragende Kandidaten für klassische 2.1- oder 2.2-PA-Systeme.
Wer dagegen möglichst kompakt mit zwei Fullrange-Boxen arbeiten möchte, profitiert eher von einem 15-Zoll-System. Die Yamaha CBR15 und Fame MT 15 MKII reichen vergleichsweise weit in den Bassbereich hinunter und können bei kleineren Veranstaltungen durchaus ohne Subwoofer auskommen.
Dabei punktet die Yamaha vor allem durch ihr deutlich niedrigeres Gewicht und den höheren maximalen Schalldruck. Die Fame wiederum ist wesentlich günstiger und stellt deshalb eine interessante Lösung dar, wenn das Budget im Vordergrund steht.
Für elektronische Musik oder basslastige Live-Musik würden wir dennoch auch bei einem 15-Zoll-Topteil einen separaten Subwoofer einplanen. Schließlich geht es nicht nur darum, tiefe Frequenzen wiederzugeben, sondern diese auch mit ausreichend Pegel und Reserven zu übertragen.
Welche Endstufe braucht ein passiver PA-Lautsprecher?
Bei passiven PA-Lautsprechern bis 500 Euro darf die Endstufe nicht vergessen werden. Sie muss zur Impedanz und Belastbarkeit der angeschlossenen Lautsprecher passen.
Entscheidend ist dabei nicht einfach eine möglichst hohe Wattzahl. Eine zu schwach dimensionierte Endstufe kann bei Übersteuerung ins Clipping geraten, während eine deutlich zu leistungsfähige Endstufe die Lautsprecher bei falscher Bedienung thermisch oder mechanisch überlasten kann.
Deshalb sollte man sich bei der Dimensionierung an den Herstellerangaben orientieren und zusätzlich mit sinnvoll gesetzten Limitern arbeiten.
Außerdem muss berücksichtigt werden, ob pro Endstufenkanal eine oder mehrere Boxen angeschlossen werden. Werden beispielsweise zwei 8-Ohm-Lautsprecher parallel betrieben, sieht die Endstufe in der Regel eine Last von 4 Ohm.
Sind passive PA-Lautsprecher heute noch sinnvoll?
Definitiv. Gerade bei dauerhaft aufgebauten Anlagen können passive Systeme sogar Vorteile haben. Die Endstufen lassen sich zentral in einem Rack unterbringen, während an den Lautsprecherpositionen lediglich Lautsprecherkabel benötigt werden.
Auch für größere Bands kann ein passives System interessant sein, insbesondere wenn bereits hochwertige Endstufen und Lautsprechercontroller vorhanden sind.
Darüber hinaus lassen sich defekte oder veraltete Komponenten bei einem passiven System oft einfacher einzeln austauschen. Fällt die Endstufe aus, muss nicht gleich der komplette Lautsprecher ersetzt werden.
Für kleine mobile Setups sind Aktivboxen dagegen häufig bequemer. Endstufe, Schutzschaltungen und gegebenenfalls DSP sitzen dort bereits im Lautsprecher. Welches Konzept besser ist, hängt deshalb weniger von der grundsätzlichen Klangqualität als vom geplanten Einsatz ab.
Wie wichtig ist der maximale Schalldruck bei einer PA-Box?
Der maximale Schalldruckpegel, kurz SPL, gehört zu den wichtigsten Angaben bei einem PA-Lautsprecher. Er zeigt, welchen Pegel eine Box unter definierten Bedingungen erreichen kann.
Allerdings sollte man die Werte nicht isoliert betrachten. Zwei Lautsprecher mit ähnlichem Maximalpegel können in der Praxis durchaus unterschiedlich wirken. Entscheidend sind unter anderem Frequenzgang, Verzerrungsverhalten, Abstrahlung und die verfügbare Verstärkerleistung.
Für eine kleine Gesangsanlage kann eine Box mit 122 oder 125 dB bereits vollkommen ausreichen. Wer dagegen eine komplette Rockband oder elektronische Musik mit hohem Pegel übertragen möchte, profitiert von zusätzlichen Reserven.
Passiver PA-Lautsprecher oder Aktivbox?
Eine Aktivbox ist vor allem bequem. Endstufe, Frequenzweiche, Limiter und häufig sogar DSP sind bereits integriert. Man benötigt lediglich Strom und ein Audiosignal.
Bei einem passiven PA-System befindet sich die Verstärkertechnik dagegen separat. Dadurch müssen zwar zusätzliche Komponenten transportiert oder installiert werden, dafür bleibt das System flexibler.
Wer bereits Endstufen besitzt oder eine Festinstallation plant, kann mit passiven Lautsprechern sehr sinnvoll arbeiten. Für Musiker, die möglichst wenig Equipment transportieren möchten, sind Aktivboxen dagegen meist die unkompliziertere Wahl.
Fazit: Welcher passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro ist der beste?
Unser Gesamttipp unter den passiven PA-Lautsprechern bis 500 Euro ist der Electro-Voice ELX200-12. Er kombiniert einen hohen maximalen Schalldruck von 128 dB mit geringem Gewicht, professioneller Ausstattung und einem praxisgerechten 12-Zoll-Konzept. Besonders zusammen mit einem Subwoofer entsteht daraus eine leistungsfähige mobile PA.
Wer ein klassisches und robustes 12-Zoll-Topteil mit Holzgehäuse bevorzugt, sollte sich dagegen die HK Audio PREMIUM PR 12 ansehen.
Soll möglichst viel Bass ohne zusätzlichen Subwoofer zur Verfügung stehen, ist die Yamaha CBR15 unser Favorit. Trotz des 15-Zoll-Tieftöners bleibt sie mit rund 17,7 Kilogramm erstaunlich transportfreundlich.
Die dB Technologies LVX P12 bietet wiederum ein sehr gutes Verhältnis aus Preis, Gewicht und Leistungsdaten und ist deshalb besonders für preisbewusste Bands und Beschaller interessant.
Der Budget-Tipp ist die Fame MT 15 MKII. Für rund 245 Euro erhält man einen ausgewachsenen passiven 15-Zoll-Lautsprecher mit 300 Watt RMS, robustem Multiplexgehäuse und einem Frequenzgang bis hinunter zu etwa 45 Hz. Wer mit dem vergleichsweise hohen Gewicht und dem geringeren Maximalpegel leben kann, bekommt hier viel Lautsprecher fürs Geld.
Damit deckt unsere Top 5 ein breites Spektrum ab: vom leichten professionellen 12-Zoll-Topteil bis zur ausgesprochen günstigen 15-Zoll-Fullrange-Box.
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FAQ: Passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro
Welcher ist der beste passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro?
Für einen möglichst vielseitigen Einsatz halten wir den Electro-Voice ELX200-12 für besonders interessant. Er kombiniert einen maximalen Schalldruck von 128 dB mit geringem Gewicht und eignet sich hervorragend als Topteil einer mobilen PA.
Welcher passive PA-Lautsprecher bis 500 Euro bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Wer möglichst wenig ausgeben möchte, sollte sich die Fame MT 15 MKII ansehen. Für etwa 245 Euro bekommt man einen 15-Zoll-Fullrange-Lautsprecher mit 300 Watt RMS. Die dB Technologies LVX P12 ist wiederum interessant, wenn bei etwas höherem Budget ein leichteres 12-Zoll-Topteil mit höherem Maximalpegel gefragt ist.
Benötigt ein passiver PA-Lautsprecher immer eine Endstufe?
Ja. Passive Lautsprecher besitzen keinen integrierten Leistungsverstärker. Deshalb muss das verstärkte Audiosignal von einer externen Endstufe kommen.
Kann ich passive PA-Lautsprecher direkt an ein Mischpult anschließen?
Nicht an einen normalen Line-Ausgang. Zwischen Mischpult und passivem Lautsprecher muss eine Endstufe sitzen. Eine Ausnahme sind Powermixer, die bereits einen Leistungsverstärker integriert haben.
Sind 12-Zoll- oder 15-Zoll-PA-Lautsprecher besser?
12-Zoll-Modelle sind häufig leichter und eignen sich besonders gut als Topteile zusammen mit Subwoofern. 15-Zoll-Lautsprecher reichen dagegen meist weiter in den Bassbereich hinunter und können bei kleineren Veranstaltungen eher ohne Subwoofer eingesetzt werden.
Wie viel Watt sollte eine passive PA-Box haben?
Die Wattzahl allein sagt wenig über die erreichbare Lautstärke aus. Ebenso wichtig sind Wirkungsgrad, maximaler SPL und das verwendete Lautsprecherchassis. Für die Auswahl einer Endstufe sollten vor allem RMS- beziehungsweise Continuous-Belastbarkeit und Impedanz berücksichtigt werden.
Kann man zwei passive 8-Ohm-Lautsprecher an einen Endstufenkanal anschließen?
Das hängt von Endstufe und Verschaltung ab. Zwei parallel angeschlossene 8-Ohm-Lautsprecher ergeben typischerweise eine Gesamtimpedanz von 4 Ohm. Die Endstufe muss für diese Last ausdrücklich ausgelegt sein.
Brauche ich für einen 15-Zoll-PA-Lautsprecher noch einen Subwoofer?
Nicht zwingend. Für Sprache, Akustikmusik, Proberaum oder kleinere Veranstaltungen kann ein guter 15-Zoll-Fullrange-Lautsprecher alleine ausreichen. Bei elektronischer Musik, Rock oder Veranstaltungen mit hohem Basspegel ist ein zusätzlicher Subwoofer jedoch meist die bessere Lösung.
Welche passive PA-Box eignet sich für Einsteiger?
Für Einsteiger mit knappem Budget ist die Fame MT 15 MKII besonders interessant. Wer mehr Wert auf geringes Gewicht und höhere Pegelreserven legt, sollte dagegen die dB Technologies LVX P12 oder den Electro-Voice ELX200-12 in Betracht ziehen.


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