Behringer CB100 Test: Instrumentenmikrofon für Bühne und Veranstaltungstechnik
Im Behringer CB100 Test schaue ich mir ein kompaktes Kondensator-Schwanenhalsmikrofon an, das vor allem für akustische Instrumente auf der Bühne gedacht ist. Behringer beschreibt das CB100 offiziell als „Condenser Gooseneck Microphone for Instrument Applications“ und betont besonders die starke Richtwirkung zur Reduzierung von Übersprechen auf der Bühne.
Gerade in der Veranstaltungstechnik ist das ein wichtiger Punkt. Denn während im Studio häufig Zeit für mehrere Mikrofonpositionen bleibt, muss es live meistens schnell gehen. Ich brauche dort ein Mikrofon, das sich sicher positionieren lässt, möglichst wenig Bühnenschall von Nachbarquellen einfängt und trotzdem genug Detail liefert. Genau hier setzt das Behringer CB100 an.
Was ist das Behringer CB100?
Das Behringer CB100 ist ein universelles Kondensatormikrofon für akustische Instrumente. Laut Quick Start Guide ist der Frequenzgang für Streich-, Blech-, Schlag- und Blasinstrumente ausgelegt. Außerdem arbeitet das Mikrofon mit Nierencharakteristik, besitzt einen flexiblen Schwanenhals, ein integriertes XLR-Kabel, benötigt 48-Volt-Phantomspeisung und wird mit Wind-/Pop-Filter sowie Transportcase geliefert.
Für mich ist das CB100 damit kein klassisches Gesangsmikrofon und auch kein typisches Studiomikrofon auf einem großen Stativ. Vielmehr sehe ich es als praktisches Clip- beziehungsweise Nahmikrofon für Live-Instrumente, bei denen eine feste Mikrofonposition direkt am Instrument sinnvoll ist.
Behringer CB100 Test: erster Eindruck für den Live-Einsatz
Im ersten Eindruck wirkt das Konzept sehr klar: Das Mikrofon soll nah an die Schallquelle, flexibel ausgerichtet werden und auf der Bühne möglichst viel Nutzsignal liefern. Behringer hebt auf der Produktseite hervor, dass das CB100 sehr gerichtet arbeitet und dadurch benachbarte Instrumente auf der Bühne besser ausblenden soll.
Ich finde diesen Ansatz für Veranstaltungstechniker besonders interessant, weil viele Live-Probleme nicht erst am Mischpult entstehen, sondern schon an der Schallaufnahme. Wenn ein Mikrofon zu viel Schlagzeug, Monitore oder Nachbarinstrumente mitnimmt weil die Bühnenlautstärke hoch ist, wird der Mix schnell matschig. Deshalb ist eine gute Richtcharakteristik in der Praxis oft wichtiger als ein spektakulärer Datenblattwert.
Technische Daten des Behringer CB100
Die wichtigsten Spezifikationen stammen aus dem Quick Start Guide des Herstellers:
- Mikrofontyp: Kondensator
- Frequenzgang: 50 Hz bis 18 kHz
- Impedanz: 200 Ohm
- Phantomspeisung: 48 V
- Anschluss: 3-polig
- Richtcharakteristik: Niere / Cardioid
- Empfindlichkeit: -43 dB ±3 dB bei 1 kHz
- Gewicht: 140 g
- Zubehör: Wind-/Pop-Filter, XLR-Phantomadapter, schlagfestes Transportcase
- Hinweis: Instrumentenklemmen sind kompatibel, aber nicht im Lieferumfang enthalten
Verarbeitung und Handling
Beim Behringer CB100 gefällt mir vor allem die Kombination aus Schwanenhals und integriertem XLR-Kabel. Der Schwanenhals ist im PA-Betrieb ein echter Vorteil, weil ich den Sweet Spot eines Instruments schneller finde als mit einem klassischen Stativaufbau. Behringer beschreibt genau diesen Punkt: Die flexible und stabile Schwanenhalskonstruktion soll eine einfache Positionierung am Sweet Spot ermöglichen.
In der Veranstaltungstechnik zählt außerdem die Geschwindigkeit beim Aufbau. Wenn ich mehrere Bläser, Streicher oder Percussion-Setups mikrofonieren muss, spart eine direkte Instrumentenlösung Zeit. Allerdings sollte man beachten, dass die eigentliche Instrumentenklemme nicht im Lieferumfang enthalten ist. Für den professionellen Einsatz würde ich daher direkt prüfen, welche Klemme zum jeweiligen Instrument passt.
Klangliche Einordnung im Live-Kontext
Der Frequenzgang von 50 Hz bis 18 kHz zeigt, dass das Behringer CB100 breit genug für viele akustische Instrumente ausgelegt ist. Für Kontrabass-Subbass oder sehr tiefe Bühnenquellen wäre ich vorsichtig, aber für Bläser, Streicher, Percussion und viele akustische Anwendungen ist dieser Bereich praxisnah.
Ich würde das CB100 vor allem dort einsetzen, wo Durchsetzung und Kontrolle wichtiger sind als maximale Raumabbildung. Die Nierencharakteristik hilft dabei, seitliche und rückwärtige Schallanteile zu reduzieren. Dadurch bekommt man im Idealfall ein direkteres Signal, das sich im Mix besser platzieren lässt. Gleichzeitig bleibt ein Kondensatormikrofon empfindlicher und detailreicher als viele einfache dynamische Lösungen.
Positionierung am Instrument
Die Positionierung entscheidet beim CB100 stark über das Ergebnis. Bei einem Schwanenhalsmikrofon kann schon ein kleiner Winkelwechsel hörbar sein. Deshalb würde ich mir beim Soundcheck bewusst Zeit nehmen und nicht nur nach Lautstärke, sondern auch nach Klangfarbe ausrichten.
Bei Blechbläsern würde ich das Mikrofon nicht zu aggressiv direkt in den Schalltrichter zielen lassen, weil der Sound sonst schnell hart werden kann. Bei Holzbläsern sehe ich den Vorteil eher darin, einen ausgewogenen Punkt zwischen Klappenmechanik, Luftgeräusch und Tonzentrum zu finden. Bei Percussion wiederum kann die Nähe zum Instrument helfen, einzelne Details klarer herauszuarbeiten.
Einsatz in der Veranstaltungstechnik
Für kleine bis mittlere Bühnen ist das Behringer CB100 besonders spannend. Ich sehe es in Setups mit Bläsersektionen, Akustik-Ensembles, Folk-Bands, Theaterproduktionen oder mobilen Beschallungen. Gerade wenn viele offene Mikrofone gleichzeitig aktiv sind, kann ein gerichtetes Nahmikrofon helfen, den Gesamtmix sauberer zu halten.

Außerdem ist das geringe Gewicht von 140 g ein Pluspunkt. Ein schweres Mikrofon am Instrument kann Musiker stören oder eine Klemme unnötig belasten. Das CB100 wirkt hier auf dem Papier erfreulich leicht. Dennoch würde ich im Live-Alltag immer testen, ob Klemme, Instrument und Kabelzug wirklich sicher zusammenspielen.
Gain-Staging und Phantomspeisung
Das CB100 benötigt 48 V Phantomspeisung. Für moderne Digitalpulte, Stageboxen und viele analoge Mischpulte ist das kein Problem. Trotzdem sollte man diesen Punkt nicht übersehen, denn ohne Phantomspeisung liefert ein Kondensatormikrofon kein brauchbares Signal.
Behringer spricht außerdem von einem sehr hohen Signalausgang. In der Praxis kann das positiv sein, weil man weniger Preamp-Gain benötigt. Gleichzeitig würde ich beim Einpegeln vorsichtig starten, besonders bei lauten Bläsern oder perkussiven Quellen. Falls das Mischpult einen Pad-Schalter bietet, kann dieser bei sehr lauten Signalen nützlich sein.
Stärken des Behringer CB100
Für mich liegt die größte Stärke des Behringer CB100 in der praxisnahen Live-Ausrichtung. Es ist klein, leicht, flexibel positionierbar und auf Instrumente spezialisiert. Außerdem passt die Nierencharakteristik sehr gut zu typischen Bühnenbedingungen, weil sie beim Kampf gegen Übersprechen hilft.
Ein weiterer Pluspunkt ist das mitgelieferte Transportcase. Das klingt unspektakulär, ist aber im Veranstaltungsalltag wichtig. Mikrofone werden transportiert, umgebaut, in Cases gelegt und unter Zeitdruck eingesetzt. Deshalb schätze ich Zubehör, das die Lebensdauer erhöht.
Schwächen und Einschränkungen
Trotzdem ist das CB100 nicht für jede Anwendung die beste Wahl. Wer ein universelles Studiomikrofon für Raumklang, Choraufnahmen oder breite Stereo-Setups sucht, sollte anders planen. Außerdem ist die fehlende Instrumentenklemme ein praktischer Zusatzkostenpunkt.
Ich würde das CB100 auch nicht blind für jedes Instrument gleich positionieren. Gerade bei lauten Quellen kann ein zu direkter Winkel schnell scharf wirken. Deshalb ist das Mikrofon zwar flexibel, verlangt aber trotzdem etwas Erfahrung beim Einrichten.
Für wen lohnt sich das Behringer CB100?
Das Behringer CB100 lohnt sich aus meiner Sicht für Musiker, Beschaller und Veranstaltungstechniker, die akustische Instrumente live möglichst direkt und kontrolliert abnehmen möchten. Besonders interessant ist es für Bläser, Streicher, Percussion und andere Instrumente, bei denen ein Schwanenhalsmikrofon am Instrument praktischer ist als ein Stativ.
Wenn ich ein kompaktes Instrumentenmikrofon für wechselnde Live-Situationen suche, würde ich das CB100 in die engere Auswahl nehmen. Wer dagegen hauptsächlich Gesang, Studio-Vocals oder Raumklang aufnehmen will, sollte ein anderes Mikrofonkonzept wählen.
Fazit: Behringer CB100 Test
Im Behringer CB100 Test überzeugt das Mikrofon vor allem durch sein Live-Konzept. Die Kombination aus Kondensatorkapsel, Nierencharakteristik, flexiblem Schwanenhals, integriertem XLR-Kabel und geringem Gewicht passt sehr gut zur Veranstaltungstechnik. Besonders positiv sehe ich die schnelle Positionierung am Instrument und die Möglichkeit, Übersprechen auf lauten Bühnen zu reduzieren.
Allerdings sollte man die passende Instrumentenklemme einplanen und beim Soundcheck sorgfältig positionieren. Dann kann das Behringer CB100 eine praktische Lösung für viele akustische Instrumente sein. Für mich ist es vor allem ein Werkzeug für Anwender, die im Live-Betrieb ein direktes, kontrollierbares und schnell einsatzbereites Instrumentensignal brauchen.
lalal

Externer Link: CB100 | Behringer
FAQ zum Behringer CB100
Ist das Behringer CB100 ein Kondensatormikrofon?
Ja. Das Behringer CB100 ist ein Kondensatormikrofon für Instrumentenanwendungen. Deshalb benötigt es 48 V Phantomspeisung.
Für welche Instrumente eignet sich das Behringer CB100?
Das CB100 ist laut Hersteller für akustische Instrumente ausgelegt, insbesondere für Streich-, Blech-, Schlag- und Blasinstrumente. In der Praxis sehe ich es vor allem für Live-Anwendungen auf der Bühne.
Hat das Behringer CB100 eine Nierencharakteristik?
Ja. Das CB100 arbeitet mit Nierencharakteristik. Dadurch nimmt es Schall von vorne stärker auf und reduziert seitliche sowie rückwärtige Schallanteile besser als ein Kugelmikrofon.
Wird eine Instrumentenklemme mitgeliefert?
Nein. Das Behringer CB100 ist mit den meisten Instrumentenklemmen kompatibel, die Klemme selbst gehört jedoch nicht zum Lieferumfang.
Braucht das Behringer CB100 Phantomspeisung?
Ja. Das Mikrofon benötigt 48 V Phantomspeisung. Diese kann zum Beispiel von einem Mischpult, Audiointerface oder einer Stagebox bereitgestellt werden.
Ist das Behringer CB100 für Gesang geeignet?
Ich würde es nicht als primäres Gesangsmikrofon empfehlen. Das CB100 ist klar als Instrumentenmikrofon konzipiert und spielt seine Stärken bei nah mikrofonierten akustischen Instrumenten aus.
Ist das Behringer CB100 für laute Bühnen geeignet?
Ja, grundsätzlich passt das Konzept gut zu lauten Bühnen, weil die Nierencharakteristik und die nahe Positionierung am Instrument helfen können, Übersprechen zu reduzieren. Trotzdem bleibt die korrekte Ausrichtung entscheidend.
Was ist der größte Vorteil des Behringer CB100?
Der größte Vorteil ist für mich die flexible Positionierung direkt am Instrument. Dadurch lässt sich der Sweet Spot schnell finden, während das Mikrofon gleichzeitig wenig Platz auf der Bühne benötigt.
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