Yamaha MGX, Digitales Mischpult mit Videoschnittstelle

Yamaha MGX digitales Mischpult mit Video-Capture

Yamaha MGX: Die digitale Evolution eines Analog-Klassikers – mit Video-Capture & Streaming

Yamahas kompakte MG-Mischpulte sind seit Jahren so etwas wie das „Schweizer Taschenmesser“ für Proberaum, kleine bis mittlere Bühnen, Recording-Sessions und Beschallungsjobs: solide, bezahlbar, schnell verstanden. Yamaha selbst positioniert die MG-Serie als etablierte, inzwischen „dritte Generation“ der kompakten Konsolen.

Mit der neuen MGX-Serie schlägt Yamaha jetzt ein deutlich moderneres Kapitel auf: rein digital, deutlich erweiterte Routing-/Recording-Funktionen – und als echter Eyecatcher Video-Capture & Streaming direkt aus dem Mixer (MGXV-Modelle). Das ist nicht nur „nice to have“, sondern trifft ziemlich genau die Realität vieler Musiker: Konzerte sind längst hybrid, Content entsteht nebenbei, und die Technik muss schnell, robust und mobil bleiben.

Das Wichtigste in Kürze

Vier Modelle, zwei Größen, zwei Welten:

  • MGX12 / MGX16 (12 bzw. 16 Kanäle)
  • MGX12V / MGX16V: zusätzlich mit HDMI-USB Audio/Video-Interface (Capture + Pass-through)

Die V-Modelle sollen es ermöglichen, Video gleichzeitig an PC/Mac zu capturen und zu streamen/aufzuzeichnen – inklusive des gemischten Audios. Für Solo-Artists, Bands, Producer und Educators ist das ein massiver Workflow-Gewinn: weniger Kisten, weniger Treiber-Zirkus, weniger Fehlerquellen.

HDMI-USB im Mixer: Warum das für Musiker plötzlich entscheidend ist

Wer heute „nur Ton“ sauber hinbekommt, ist oft trotzdem nicht fertig. Livestreams, Band-Content, Unterricht, Produktdemos, Release-Sessions, YouTube-Formate: In der Praxis scheitert es selten an der Musik – sondern am Setup.

Die MGX12V/MGX16V sollen hier eine Brücke bauen:

  • HDMI rein (Videoquelle, z. B. Kamera)
  • USB raus zum Computer (Video + Audio als Stream/Recording-Quelle)
  • Pass-through (Weiterleitung), damit parallel ein Monitor/Projektor/Recorder versorgt werden kann

Wenn das im Alltag so funktioniert, wie es klingt, kann ein MGX-V-Setup klassische „Dreier-Kombis“ ersetzen: Audiointerface + Capture-Device + kleiner Mixer.

Anschlüsse & I/O: Für Band, Bühne und Studio gedacht

Die Spezifikationen aus der Meldung lesen sich sehr „anwendergetrieben“:

  • Mic/Line Combo Inputs mit „Premium“-Preamps, bis zu 86 dB Gain und sehr geringer Verzerrung
  • 8 Line-Inputs plus Bluetooth-Audioinputs
  • 2× XLR Out
  • 6 oder 8 TRS OMNI Outs (modellabhängig)
  • 4 Kopfhörer-Ausgänge (sehr ungewöhnlich in dieser Klasse – aber extrem sinnvoll)
  • Dual Main/Sub USB für flexible Integration weiterer Quellen/Devices
  • microSD-Recording: bis zu 16 Spuren Aufnahme + 2 Spuren Wiedergabe direkt am Pult

Spannend ist hier weniger „noch ein Anschluss“, sondern die Kombination: MGX zielt klar auf Situationen, in denen mehrere Menschen gleichzeitig arbeiten (Band + FOH/Monitor + Recording + Stream), aber niemand Zeit für komplizierte Infrastruktur hat.

Hinweis zur Einordnung: Dass Yamaha für die Modellbezeichnungen MGX12V und MGX16V bereits Bluetooth-bezogene Funkzulassungs-Einträge führt, ist zumindest ein Indiz, dass diese Varianten real in der Pipeline sind – selbst wenn noch nicht überall Produktseiten live sind.

Multitrack – ohne Laptop-Zwang

Yamaha nennt bei USB und Standalone-Recording mehrere Ebenen, die im Musikeralltag wirklich Sinn ergeben:

1) Main USB: echtes Mehrspur-Recording

  • MGX16/MGX16V: bis zu 22 Spuren Record/Playback
  • MGX12/MGX12V: bis zu 18 Spuren Record/Playback

Das ist die Kategorie „Bandprobe als Multitrack aufnehmen“ oder „Live-Session direkt in die DAW“.

2) Sub USB: „2-Track“ für Pragmatiker

Zwei Spuren reichen oft für:

  • Referenzmitschnitt
  • Playback/Backing-Track vom Rechner
  • Stereosumme in Konferenz-/Streaming-Apps

3) microSD: Recording ohne Computer

Gerade für Proberaum, schnelle Mitschnitte, Unterricht oder „wir wollen’s einfach dokumentieren“ ist das Gold wert: Karte rein, Record drücken, fertig. Kein Laptop, keine Updates, kein Treiber.

DSP an Bord: Kreativität und Kontrolle ohne Zusatzgeräte

Die MGX-Serie soll eine breite DSP-Palette bieten, u. a.:

  • Noise Gate
  • Kompressor
  • EQ
  • Delay / Reverb
  • Amp-Simulator
  • Voice Changer

In Kombination mit latenzfreiem Monitoring ist das genau die Art Toolset, die Musiker live wie im Studio wirklich nutzen: Vocals schnell „sendefähig“ machen, Gitarren über DI kontrollieren, Hall/Delay fürs In-Ear – und alles ohne zusätzliche Latenzketten.

Dazu passt, dass Yamaha eine Steinberg-Software-Suite beilegt: Das ist erfahrungsgemäß ein klares Signal Richtung „Musiker sollen sofort aufnehmen können“, nicht nur mischen.

Für wen sind die Yamaha MGX besonders interessant?

Live-Musiker & Bands (Clubs, Stadtfeste, Corporate)

  • Ein Gerät für Mix + Monitore + Recording
  • Viele Ausspielwege (OMNI Outs) für Monitor-/IEM-Zonen
  • Vier Kopfhörerausgänge: ideal für kleine Monitoring-Teams, Podcast-/Interview-Setups, Lehrsituationen

Content-Creator, Streamer, YouTuber, Lehrende

  • Mit den V-Modellen potenziell: Kamera rein, USB in den Rechner, fertig
  • Hybride Produktionen ohne zusätzliche Capture-Hardware

Producer & Projektstudios

  • Mehrspur via USB, plus unkomplizierter microSD-Mitschnitt als „Sicherheitsaufnahme“
  • DSP für schnelle Ideen/Preproduction

Portabilität: „Rugged“ und 5 kg – das zählt wirklich

Yamaha spricht von einem robusten Gehäuse und nur 5,0 kg Gewicht. In der Praxis ist das nicht trivial: Wer regelmäßig zwischen Proberaum, Venue und Heimstudio pendelt, weiß, dass jedes Kilo weniger und jedes Gerät weniger über „machen wir“ oder „lassen wir“ entscheidet.

Messe-Debüt: NAMM 2026 und ISE 2026

Die MGX-Serie soll ihre Weltpremiere auf der NAMM Show 2026 in Anaheim haben, mit Ausstellertagen 22.–24. Januar 2026 (Eventzeitraum insgesamt 20.–24.).
Der Europa-Start ist zur ISE 2026 in Barcelona angekündigt (3.–6. Februar 2026).

Praxis-Tipp: Drei Setups, die mit den Yamaha MGX logisch werden

  1. Band-Livestream mit Kamera (MGX16V)
    Kamera → HDMI in MGX16V → USB in Laptop (OBS/Streaming) → Audio direkt aus dem Pult.

  2. Proberaum-Recording ohne Rechnerstress
    Alle Mikros/DI ins MGX → 16-Spur direkt auf microSD → später in Ruhe in die DAW importieren.

  3. Hybrid-Gig mit IEM und Mitschnitt
    OMNI Outs für IEM/Monitore + Stereosumme für Saal/PA + paralleles Multitrack über Main-USB.

Herstellerlink: https://de.yamaha.com/de/musical-instruments/


Affiliate Link:

Yamaha MGX12 B


Affiliate Link:

Yamaha MGX12V B


Affiliate Link:

Yamaha MGX16 B


Affiliate Link:

Yamaha MGX16V B

Unsere neuesten Beiträge

Yamaha MGX, Digitales Mischpult mit Videoschnittstelle

Yamaha MGX: Die digitale Evolution eines Analog-Klassikers – mit Video-Capture & Streaming Yamahas kompakte MG-Mischpulte [...]

> WEITERLESEN
Bläser live mikrofonieren

Bläser live mikrofonieren: Mikrofonierung, Monitor-Disziplin und Dynamik im Mix Bläser sind live ein Geschenk – [...]

> WEITERLESEN
Was ist ein Talkback-Mikrofon?

Talkback-Mikrofon: Was es ist und warum es bei Live-Gigs unverzichtbar ist Wer regelmäßig auf der [...]

> WEITERLESEN

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert