RME HDSPe AoX-M, PCIe Audiointerface

PCI Express Audiointerface RME HDSPe AoX-M

RME HDSPe AoX-M: Weltweit erstes MILAN-zertifiziertes PCIe-Audiointerface bringt AVB/TSN ins Studio

RME erweitert frisch zur NAMM 2026 sein HDSPe-Portfolio um ein echtes Netzwerk-Statement: Mit der HDSPe AoX-M bringt der Hersteller ein MILAN-zertifiziertes PCIe-Audiointerface auf den Markt, das sich an High-Channel-Count-Setups in Studio, Recording und Broadcast richtet. Die Karte ist im Avnu Alliance Certified Product Registry gelistet, was die MILAN-Zertifizierung offiziell untermauert.


Warum MILAN im Recording überhaupt interessant ist

MILAN ist eine auf IEEE AVB/TSN aufbauende Spezifikation, die im Pro-Audio-Umfeld vor allem ein Ziel verfolgt: herstellerübergreifende Interoperabilität plus deterministische, planbare Medienübertragung (also garantierte Bandbreite und definierte Latenzen), statt „Best-Effort“-Überraschungen.

Für Studioumgebungen bedeutet das: Wenn viele Kanäle über Ethernet zwischen Regie, Aufnahmeraum, Stageboxen, Wandlern oder Audioprozessoren verteilt werden, soll das Setup einfach, stabil und reproduzierbar funktionieren – und zwar ohne dass man dafür eine eigene IT-Administration aufbauen muss.


HDSPe AoX-M im Überblick: PCIe-x4-Knotenpunkt für Netzwerk-Audio

Die AoX-M ist eine PCIe-x4-Karte mit zwei Gigabit-Ethernet-Ports sowie zusätzlicher lokaler I/O: Kopfhörerausgang, AES/EBU (AES3) und MIDI. Dazu kommt TotalMix FX für Routing und Monitoring.

RME positioniert die Karte explizit sowohl für den Einbau in Workstations/Audio-Rechner als auch für den Einsatz in Thunderbolt-Expansion-Chassis – was sie für mobile Recording-Rigs (z. B. Live-Mitschnitte oder OB-Setups) interessant macht.


Kanalzahlen, Samplerates und Stream-Logik: Skalierung ohne Bauchschmerzen

Beim Thema Kanalzahl wird schnell klar, wohin die Reise geht: Die HDSPe AoX-M ist auf hohe Counts ausgelegt und skaliert je nach Abtastrate. RME nennt u. a.: 512 Kanäle bei 48 kHz, 256 Kanäle bei 96 kHz sowie 128 Kanäle bei 192 kHz (jeweils 24 Bit).

Spannend für MILAN/AVB-Planung ist außerdem die Stream-Architektur: Laut RME-Manual stellt die Karte 17 ausgehende und 17 eingehende Stream-Ports bereit; 16 Streams lassen sich dabei je nach Format/Kanalzahl konfigurieren (der 17. Stream ist für Clock-Referenz/CRF reserviert).

Und wichtig für die Praxis: RME beschreibt AVB/MILAN-Streams als deterministisch – mit fixer Latenz und reservierter Bandbreite.


Optional MADI: Netzwerk-Audio und klassisches Multichannel-I/O kombinieren

Wer vorhandene MADI-Infrastruktur einbinden will, kann die AoX-M mit bis zu zwei optionalen Erweiterungskarten ausbauen (optisch via SFP oder koaxial). Damit lassen sich bis zu vier MADI-Ports realisieren; RME beschreibt zudem Szenarien, in denen innerhalb eines Interfaces vier MADI-Inputs, vier MADI-Outputs plus bis zu 256 Netzwerk-Audiokanäle pro Richtung zusammenlaufen.

Für Studios ist das ein praxisnahes Konzept, weil man so bestehende MADI-Wandler oder Stageboxen weiter nutzen kann, während man parallel MILAN/AVB als Backbone etabliert.


TotalMix, Monitoring und Workflow im Studio

RME setzt auch bei der AoX-M auf sein etabliertes Routing-Ökosystem: TotalMix FX ist an Bord, und laut RME-Beschreibung lassen sich die vielen Kanäle über eine Vorselektion sinnvoll in die Mixing-Engine bringen, während gleichzeitig alle Kanäle der DAW für Aufnahme/Playback zur Verfügung stehen.

Gerade im Recording-Alltag ist das relevant, weil man so latency-freies Monitoring, flexible Cue-Mixes und Loopback-Szenarien sauber abbilden kann, ohne den kompletten Kanal-Tsunami permanent im Mixer „anfassen“ zu müssen.


Setup-Hinweis, der gerne übersehen wird: ATDECC-Controller erforderlich

Die AoX-M ist laut Manual ein MILAN-compliant Endpoint, der sich per ATDECC (Device Discovery/Connection Management/Control) konfigurieren lässt. Allerdings bringt sie keinen eigenen ATDECC-Controller für andere Geräte mit – zur Verbindungsherstellung in einem AVB/MILAN-Netz ist also ein separater Controller nötig (RME nennt als Empfehlung u. a. „Milan Manager“).

Das ist für Kaufentscheidungen wichtig, weil es direkt in die Netz-/Workflow-Planung hineinspielt.


Für wen lohnt sich die HDSPe AoX-M?

Typische Einsatzfelder im Studio/Recording-Kontext:

  • High-Channel-Tracking (z. B. Band-Sessions, Orchester, Drum-Rooms) mit verteilter Wandlung
  • Hybrid-Setups aus Netzwerk-Audio und MADI-Bestand (sanfte Migration statt Komplettumstieg)
  • Broadcast/Streaming-Studios, in denen Audio parallel zu anderem Netzwerk-Traffic zuverlässig laufen muss
  • Mobile Recording-Rigs via Thunderbolt-Expansion-Chassis

Herstellerlink: HDSPe AoX-M – RME Audio Interfaces | Format Converters | Preamps | Network Audio & MADI Solutions


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RME HDSPe AoX-M

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